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Neue Corona-Regeln ab Mai

Grundschüler im Südwesten sollen laut Kretschmann weiterhin zu Hause bleiben

Baden-Württemberg orientiert sich bei der Ausgestaltung der Corona-Lockerung eng an den Vorschlägen, die die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung erarbeitet haben. Die Schule geht allerdings nur für Schüler los, die in diesem oder im nächsten Jahr vor einer Abschlussprüfung stehen.

Kontaktfrei: Wie Baden-Württemberg die ersten Schritte der Öffnung aus der Corona-Isolation ausgestaltet, gab Ministerpräsident Winfried Kretschmann per Livestream übers Internet bekannt. Foto: Marijan Murat

Baden-Württemberg orientiert sich bei der Ausgestaltung der Corona-Lockerung eng an den Vorschlägen, die die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung erarbeitet haben . Die Schule geht allerdings nur für Schüler los, die in diesem oder im nächsten Jahr vor einer Abschlussprüfung stehen.

Schüler, die in diesem oder im nächsten Jahr vor den Abschlussprüfungen stehen, sollen ab Mai wieder zur Schule gehen dürfen. In Bussen und Bahnen, beim Einkauf und in der Schule sollen Gesichtsmasken getragen werden.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Im Großen und Ganzen orientiert sich Baden-Württemberg beim Einstieg in den Corona-Ausstieg an die Empfehlungen des Bundes. Aber bei den Viertklässlern hält man sich im Ländle noch zurück.

Kretschmann hält Unterricht in Grundschulen für verfrüht

Die dürften nach der Vereinbarung zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder eigentlich auch ab dem 4. Mai wieder zur Schule. Doch Kretschmann hält das für verfrüht. "Wir sind da zurückhaltend. Es fällt den Kindern schwer, die notwendigen Hygieneregeln einzuhalten."

Wir werden den Anspruch auf weitere Berufsgruppen ausweiten.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) über die Kita-Notbetreuung

Aus dem gleichen Grund bleiben auch die Kindertagesstätten weiterhin geschlossen. Einzig bei der Notbetreuung bewegt man sich. "Wir werden den Anspruch auf weitere Berufsgruppen ausweiten", sagte Kretschmann am Donnerstag, als er sich per Livestream an die Bevölkerung wandte.

Unterricht zunächst vor allem in prüfungsrelevanten Fächern

Nach Angaben von Kultusministerin Susanne Eisenmann gehen ab dem 4. Mai damit rund 250.000 der 1,5 Millionen baden-württembergischen Schüler wieder zur Schule. Der Unterricht soll sich auf die prüfungsrelevanten Fächer konzentrieren. Für die Pausenregelung und auch die Schülerbeförderung erarbeite man derzeit Lösungen, die Abstand und Hygiene gewährleisten.

Der Hochschulbetrieb soll ebenfalls ab Montag wieder los gehen, allerdings nur digital. Allenfalls in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern sei unbedingt notwendiger Unterricht in Laboren unter hohen hygienischen Auflagen denkbar. Großveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten und auch zoologische und botanische Gärten bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Notbetreuung für Kinder wird ausgeweitet

Kultusministerin Susanne Eisenmann hat eine Ausweitung der Notfallbetreuung wegen der Corona-Krise angekündigt. Die Betreuung, die bisher für Schüler bis zur sechsten Klasse gilt, soll künftig auch für Siebtklässler zur Verfügung stehen, wie die CDU-Politikerin am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in Stuttgart sagte. Die Betreuung soll auch stärker geöffnet werden für Menschen, die jetzt wieder die Arbeit aufnehmen und Präsenzpflicht haben, etwa im Handel und im Dienstleistungsbereich. Auch Alleinerziehende wolle man berücksichtigen. Wenn sich das wirtschaftliche Leben öffne, werde man auch die Betreuung ausweiten müssen. Trotzdem werde man ganz viele Kinder nicht betreuen können. (dpa)

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