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Alois Schwartz

Acht Spiele ohne Niederlage: Das steckt hinter der Taktik des KSC-Coachs

Der KSC erfährt neuerdings personelle und taktische Wechsel. Formierten sich die Mannschaften in der Aufstiegssaison in einem starren 4-4-2, gab’s während des ersten Saisondrittels nun schon Varianten im 4-1-4-1, 4-2-3-1, jüngst 4-1-3-2 und zur Aufholjagd am Millerntor dann ein 3-5-2. Nach acht Spielen ohne Niederlage begreift dies der KSC-Trainer Alois Schwartz als Gütesiegel für seine Arbeit

Achtmal nicht verloren: Der KSC-Trainer Alois Schwartz begreift dies als Gütesiegel für seine Arbeit mit der Mannschaft des KSC, die neuerdings personelle und taktische Wechsel erfährt. Foto: GES

Der KSC erfährt neuerdings personelle und taktische Wechsel. Formierten sich die Mannschaften in der Aufstiegssaison in einem starren 4-4-2, gab’s während des ersten Saisondrittels nun schon Varianten im 4-1-4-1, 4-2-3-1, jüngst 4-1-3-2 und zur Aufholjagd am Millerntor dann ein 3-5-2. Nach acht Spielen ohne Niederlage begreift dies der KSC-Trainer Alois Schwartz als Gütesiegel für seine Arbeit.

Alois Schwartz und sein Stiefsohn Mario Müller (27) hatten am Sonntagabend schon „kurzen SMS-Kontakt“. „Zieht euch warm an“, habe der Linksverteidiger des 1. FC Saarbrücken den Mann seiner Mutter per Textnachricht augenzwinkernd schon mal vorgewarnt, als feststand, dass sich der Regionalliga-Spitzenreiter mit den Karlsruhern um den Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals fußballerisch streiten werde.

Am 5. oder 6. Februar wird es in Völklingen zu diesem inner-familiären Duell kommen. Und zu einem weiteren: Marcus Mann (35), der Sportdirektor des saarländischen Viertligisten, ist der Schwager von Schwartz-Assistent Christian Eichner.

„Die Welt im Fußball ist klein“, sagte Schwartz dazu. Wozu passt, dass sowohl Müller (2013/2014) als auch Mann (2004 bis 2006) im fußballerischen Vorleben das Trikot der KSC-Amateure getragen haben. Damit nicht genug: Nico Müller, Marios Bruder, ist beim KSC im Scouting beschäftigt, kümmert sich neben dem kürzlich hinzugeholten Marco Grimm um Spielanalysen.

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Schwartz kennt die Saarbrückener, die bekanntlich den Zweitligisten Jahn Regensburg und den Bundesligisten 1. FC Köln aus dem Wettbewerb gekickt hatten, nicht nur wegen seiner familiären Verbindungen aus dem Effeff. Er sagt: „Das ist eine gefestigte Mannschaft, die das Niveau einer ordentlichen Drittligamannschaft besitzt.“ Heißt: Auf die leichte Schulter werde der Zweitligist den Underdog keinesfalls nehmen.

Schwartz hat den KSC-Profis bis Mittwoch frei gegeben. Dann beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel am Montagabend gegen Erzgebirge Aue. Auch Schwartz nutzt die Zeit, um die Momentaufnahme auf sich wirken zu lassen. „Wir haben seit acht Pflichtspielen nicht mehr verloren. Es ist nicht alltäglich, dass ein Aufsteiger so eine Serie hat“, wiederholte der 52-Jährige am Montag.

KSC-Coach weicht von Gewohntem ab und genießt Momentaufnahme

Beim glücklichen 2:2 auf St. Pauli sei es seiner Mannschaft anzumerken gewesen, dass ihr am Ende der Englischen Woche Frische fehlte. Ungeachtet dessen sieht der seit August 2017 im Wildpark wirkende Coach endlich die Phase erreicht, in der sich die in der Liga nötige Flexibilität personell wie taktisch umsetzen lässt.

Formierten sich KSC-Mannschaften in der Aufstiegssaison in einem starren 4-4-2, gab’s während des ersten Saisondrittels nun schon Varianten im 4-1-4-1, 4-2-3-1, jüngst 4-1-3-2 und zur Aufholjagd am Millerntor dann ein 3-5-2. „Sogar das hat funktioniert“, zeigt sich Schwartz stolz und froh, unberechenbarere Pakete schnüren zu können. „Die Mannschaft ist so gefestigt, dass sie das umsetzen kann“, findet er.

Zum Plus bei der Variabilität trägt bei, dass sich in Kyoung-Rok Choi ein Mann aus der zweiten Reihe endlich mit mehr Nachdruck zeigt. Seine Botschaft dagegen an ins zweite Glied gelandete Spieler wie Anton Fink und Marvin Pourié ist: Alle werden gebraucht. Jeder Einzelne. So wie in Hamburg nun plötzlich auch Christoph Kobald überraschend in der Startelf auftauchte und auf der Sechserposition spielte. Dafür probierte sich Marvin Wanitzek am rechten Flügel, wo durch Manuel Stieflers kurzfristigen Ausfall eine Vakanz entstanden war. Dort kam Karlsruhes Zehner dann aber weniger gut zum Tragen.

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