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Vor Sitzung mit DFL

Den KSC bedroht Corona schlimmstenfalls existenziell

Der Karlsruher SC hält trotz der lähmenden Corona-Krise am Plan fest, demnächst Aktien auszugeben. In dieser Woche werde es vom Zweitligisten Neuigkeiten dazu geben, kündigt Michael Becker an. Dass aber angesichts des „dynamischen Prozesses“ fast nichts in Stein gemeißelt werden kann, ist dem Geschäftsführer bewusst.

Als wenig ehrlich kritisiert der alte und neue Karlsruher CDU-Chef Ingo Wellenreuther SPD und Grüne für ihre Absprache zur Oberbürgermeisterwahl. Foto: Helge Prang/GES

Der Karlsruher SC hält trotz der lähmenden Corona-Krise am Plan fest, demnächst Aktien auszugeben. In dieser Woche werde es vom Zweitligisten Neuigkeiten dazu geben, kündigt Michael Becker an.

Dass aber angesichts des „dynamischen Prozesses“ fast nichts in Stein gemeißelt werden kann, ist dem Geschäftsführer bewusst.

Der dringende Bedarf an frischem Geld ist auch von den Gremien der GmbH & Co KGaA unbestritten. Verpflichtungen von insgesamt 17 Millionen Euro sollen abgelöst werden. Diese Hoffnung verfolgt man vor der Kulisse der bis 15. März den Lizenzgebern plausibel darzulegenden Zahlen für 2020/2021 und losgelöst von der Akutlage und deren unabsehbarer Dauer.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Der KSC hat einen Lizenzspieleretat von etwa 9,5 Millionen Euro. Die Gehälter der Spieler, Trainer und Betreuer, die bis 30. Juni gezahlt werden müssen, belaufen sich auf über drei Millionen Euro. Die Einführung von Kurzarbeit in der Geschäftsstelle prüfe man aktuell, bestätigt Becker gegenüber dieser Zeitung.

Bei der wegweisenden Mitgliederversammlung der DFL wird der KSC an diesem Montag durch Becker und Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer vertreten. Auch Clubchef Ingo Wellenreuther wird teilnehmen. „Es wurde unter den Vereinen vieles vorab kommuniziert. Andauernd kommen frische Mails mit Lageeinschätzungen.

Wellenreuther hofft auf Fortsetzung der Saison

Wichtig wird sein, dass man zu einer einheitlichen Lösung findet, die auch der Situation gerecht wird“, sagt er. Mehrheitsentscheidungen, die eine Minderheit besonders hart träfen, seien nicht sinnvoll. Es gelte „das Bestreben, die Saison sportlich zu beenden . Über allem steht aber die Gesundheit der Bevölkerung“.

Alle Informationen gibt es auf bnn.de/coronavirus

Zehn Millionen Euro stehen dem KSC in der laufenden Saison aus dem TV-Topf zu. Ausgezahlt wird diese Summe in vier Tranchen. Sollte wegen eines Abbruchs der Saison die letzte nicht ausgezahlt werden, würden dem KSC 2,5 Millionen Euro fehlen.

In ähnlicher Höhe würde es sich laut Becker zusätzlich niederschlagen, wenn Ticketerlöse aus den fünf verbliebenen Heimspielen wegfallen und Sponsorpartner anteilig ihre Geldeinsätze zurückverlangen. „Wenn das kumuliert, brauchen wir eine Lösung. Denn das könnten nur die ganz großen Vereine stemmen“, erklärt Wellenreuther.

Wie wir über die Auswirkungen des Coronavirus berichten Auf bnn.de berichten wir zurzeit verstärkt über die wichtigsten Entwicklungen rund um Corona in der Region rund um Karlsruhe, Bretten, Pforzheim, Rastatt und Bühl. Jeden Tag schränken Kliniken die Besuchszeiten ein, Schulen schließen, Firmen schicken Mitarbeiter nach Hause. Es ist selbst für unsere Redaktion zeitweise schwierig, den Überblick zu behalten. Deshalb filtern wir für unsere Leser aus der Flut an Informationen, welche der vielen Corona-Meldungen wichtig sind – unter anderem in dieser Übersicht .

Alle Informationen prüfen wir, um keine Falschinformationen zu verbreiten. Viele Menschen, auch in unserer Redaktion, machen sich ohnehin Sorgen. Wir möchten sie informieren und nicht verunsichern.

Zwei unserer Kollegen befassen sich ausschließlich mit dem Thema Corona – als unsere internen Experten. Viele weitere BNN-Redakteure recherchieren täglich zu den Auswirkungen von Covid-19 in den Städten und Gemeinden der Region. Unsere Autoren sprechen mit Entscheidern in den Landratsämtern, Krankenhäusern und in Firmen. Gleichzeitig telefonieren sie (Betroffene treffen wir derzeit nicht persönlich) mit Menschen, die Cafés schließen, Veranstaltungen absagen oder zu Hause bleiben müssen.

So möchten wir dazu beitragen, dass Menschen in der Region sich auf dem aktuellsten Stand halten können, um die richtigen Entscheidungen für ihren Alltag und ihre Gesundheit zu treffen.

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