Skip to main content

Gentest bringt Gewissheit

Leben mit der Erbkrankheit Huntington: Eine Betroffene berichtet

Mit der Gewissheit hat Melanie S. nicht auch ihren Frieden gefunden. Seit sie weiß, dass sie wie ihre Mutter und ihr Großvater an Huntington erkrankt, ist kein Tag mehr wie zuvor.

Die Familiengeschichte lastet auf den Betroffenen: Die Erbkrankheit Huntington erleben viele bereits bei einem ihrer Elternteile, bevor sie selbst darunter leiden. Mit einem Gentest können Risikogruppen herausfinden, ob ihnen die Krankheit vererbt wurde. Foto: mrmohock / Adobe Stock

Ihr Kinderwunsch gibt Melanie S. mit Anfang 30 den Mut, eine weitreichende Entscheidung zu treffen. Bevor sie versucht schwanger zu werden, macht sie den Gentest, den sie seit ihrem 18. Lebensjahr ablehnt. Das Ergebnis ist positiv. Sie leidet an der Krankheit Huntington, ausgelöst durch einen Gendefekt und vererbbar. Damit tritt nicht nur eine Gewissheit in Melanie S. Leben, die sie bis heute jeden Tag belastet. Für die inzwischen 41-Jährige und ihren Mann steht fest, eine Familie werden sie nicht gründen.

Melanie S. lebt in Karlsruhe und will namentlich anonym bleiben. In ihrem engen Bekanntenkreis wüssten zwar viele von ihrer Krankheit. Doch ihre Erzählungen seien zu persönlich. Diese teilt sie mit anderen Betroffenen der Huntington-Selbsthilfegruppe Karlsruhe und Karlsruhe-Land – ein Schritt, den sie erst nach einiger Zeit gehen kann.

„Die meisten Menschen können einem nicht helfen, weil sie nicht verstehen, in welcher Situation man ist”, sagt Melanie S.. In der Selbsthilfegruppe seien hingegen Betroffene, die selbst Wissen über die Krankheit und das Leben damit haben. Sie merkt bei einem Jahrestreffen der Deutschen Huntington-Hilfe, dass ihr diese Gespräche doch gut tun.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang