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Infektionsketten schneller erkennen

Luca-App zur Corona-Nachverfolgung ist im Stadt- und Landkreis Karlsruhe einsatzbereit

Die Daten der Luca-App können ab sofort in die Arbeit des Gesundheitsamtes, das für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe zuständig ist, einfließen. Landrat Christoph Schnaudigel hofft, dass viele die App nutzen werden.

Mit der Luca-App erhält man einen persönlichen QR-Code, der beim Einchecken im Restaurant, Konzertsaal oder Pflegeheim gescannt wird. Wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert, kann er seine Besuchsdaten ans Gesundheitsamt weitergeben.  Foto: Axel Heimken/dpa

Die technische Hürde ist genommen: Die elektronische Schnittstelle beim Landratsamt Karlsruhe ist in Betrieb, ab sofort können Daten der Luca-App in die Arbeit des Gesundheitsamts einfließen, wie das Landratsamt Karlsruhe am Freitag mitteilte.

„Die Luca-App ist eine hervorragende Idee und wir setzen sie im Gesundheitsamt Karlsruhe ein, sobald dies möglich ist“, war die spontane Reaktion von Landrat Christoph Schnaudigel, als die neue App vorgestellt wurde. Nun soll sie rege genutzt werden.

„Es ist nun zu hoffen, dass sowohl möglichst viele Geschäfte und Veranstalter als auch Kunden und Besucher von der Luca-App Gebrauch machen“, appelliert der Landrat an die Öffentlichkeit.

Gerade wenn die Läden oder die Gastronomie wieder mehr öffnen oder Veranstaltungen wieder mit größeren Besucherzahlen möglich seien, könne diese App wertvolle Dienste leisten.

Auch Freie Wähler hatten Einsatz von App gefordert

Erst Ende Februar hatte die Kreistagsfraktion der Freien Wähler auf einen möglichst schnellen Einsatz im Landkreis Karlsruhe gedrängt und sich in einem Brief an den Landrat gewandt, in dem sie forderten, dass den Menschen „Alternativen aus dem zermürbenden Lockdown“ aufgezeigt werden müssten.

Unterdessen droht dem Stadt- und Landkreis die „Notbremse“. Nach Einschätzung von Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und Landrat Schnaudigel in einer Pressekonferenz am Donnerstag könnte der kritische Corona-Inzidenzwert von 100 schon bald wieder erreicht sein. Dann käme es erneut zu Einschränkungen.

Mit einem QR-Code ein- und ausloggen

Hinter der Luca-App steht ein System, das den sicheren Kontaktdatenaustausch zwischen Bürgern, Veranstaltern und Gesundheitsämtern ermöglicht. Sie kann über die bekannten App-Stores auf ein Smartphone heruntergeladen werden und über einen QR-Code, der bei Geschäften oder Veranstaltungen angebracht ist, kann man sich ein- und wieder ausloggen.

Wenn ein Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet wird und er diesen Status in sein Smartphone eingibt, ermittelt die App automatisch den Zeitraum und Orte, an denen der Betreffende mit anderen Personen Kontakt hatte, die ebenfalls diese App nutzen und übermittelt dies verschlüsselt dem Gesundheitsamt.

Dieses kann die Daten entschlüsseln und dann gezielt auf die so ermittelten Kontaktpersonen zugehen, sie über das Infektionsrisiko informieren oder in Quarantäne verfügen. Auf diese Weise können wirksam Infektionsketten unterbrochen und die weitere Verbreitung des Virus eingedämmt werden.

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