Skip to main content

Zahl der Unfälle steigt

Mehr Fußgängerunfälle im südlichen Landkreis in Karlsruhe

Die Polizei hat einen Anstieg bei Unfällen mit Fußgängern im südlichen Landkreis von Karlsruhe verzeichnet. Im Dezember kracht es am häufigsten. Dabei spielen Weihnachtsstress und dunkle Kleidung auch eine Rolle.

Schlechte Sichtbedingungen sorgen im Dezember für mehr Unfälle mit Fußgängern. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Während die Zahlen der verunglückten Fußgänger im nördlichen Landkreis und im Stadtbezirk von Karlsruhe in diesem Jahr gesunken sind, zeigt sich im südlichen Landkreis ein deutlicher Anstieg. Von Januar bis November haben sich dort 19 Unfälle mit Fußgängern ereignet, heißt es in einer Mitteilung des Karlsruher Präsidiums. Im Vorjahr zählte die Polizei im selben Zeitraum nur 15 Unfälle.

Außerdem sind mehr Personen verletzt worden. Die Anzahl ist von 15 auf 21 gestiegen. Das betrifft auch Schwerverletzte, diese sind von 2 auf 6 angestiegen. „Die mehrjährige Auswertung der Fußgängerunfälle zeigt, dass der Monat mit der höchsten Zahl an verunglückten Fußgängern der Dezember ist. Auch damit fällt der südliche Landkreis Karlsruhe auf“, erklärte Joachim Zwirner, Leiter des Verkehrsstabes beim Polizeipräsidium Karlsruhe.

Die Analyse habe ergeben, dass im Dezember mehr Erledigungen und Einkäufe zu Fuß gemacht werden. Deshalb sei die Anzahl der Unfälle in diesem Monat besonders hoch. „Vielleicht auch mit einer gewissen vorweihnachtlichen Hektik“, so Zwirner. „Wir haben festgestellt, dass sogar auf den Parkplätzen großer Supermärkte Fußgänger durch ausparkende Autos angefahren werden, aber auch beim Abbiegen über Gehwege auf solchen Parkplätzen. Hinzukommt die länger herrschende Dunkelheit bei häufig trübem oder regnerischem Wetter.“

Polizei warnt Verkehrsteilnehmer vor Unachtsamkeit

Die Karlsruher Polizei rät Autofahrern, in der Winterzeit mehr auf dunkel gekleidete Fußgänger zu achten. „Die freie Sicht aus dem Auto heraus ist hierbei besonders wichtig. Hierzu gehört, dass die Scheiben nicht beschlagen oder gar vereist sind. Auch Einkäufe sollten sich im Fahrzeuginneren nicht so weit stapeln, dass die Fenster verdeckt werden. Dies gilt insbesondere auch für die Heckscheibe“, so Gunther Lipp, Revierleiter des Polizeireviers Ettlingen. Autofahrer könnten sich zudem beim Rückwärtsfahren nicht ausschließlich auf die Einparkhilfe verlassen. Da diese oft zu spät Alarm schlage.

Für Fußgänger empfiehlt die Polizei, möglichst helle Kleidung oder reflektierende Armbänder zu tragen. Ihre Sicht sollte nicht durch Regenschirme verdeckt werden. Eine Hauptursache für Unfälle seien allerdings immer noch Ablenkungen. Viele Fahrer und Fußgänger würden mehr aufs Smartphone schauen, als auf die Straße.

nach oben Zurück zum Seitenanfang