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Dach und Fassade beschädigt

Die „Mensa Moltke“ in Karlsruhe bleibt eingerüstet

Die auffällige Fassade der Mensa Moltke im Westen der Stadt ist seit 2018 nur noch zu erahnen. Nach Angaben der Vermögen und Bau Baden-Württemberg wird das auch noch eine Weile so bleiben.

Gegessen wird hier trotzdem: Die Mensa Moltke versteckt sich zwar hinter einem Gerüst, für die Studierenden ist sie aber dennoch geöffnet. Foto: Jörg Donecker

Die „Mensa Moltke“ verschwindet seit mittlerweile drei Jahren hinter einem Gerüst – und ein Ende ist nach wie vor nicht absehbar.

Das Dach und Teile der Fassade des stattlichen Gebäudes an der Moltkestraße sind beschädigt und sollen saniert werden, teilt das zuständige Amt Karlsruhe der Vermögen und Bau Baden-Württemberg auf Nachfrage mit.

Weiter heißt es: „Zur Feststellung der Schäden und zum Schutz insbesondere des Daches vor weiteren Schäden wurde das Wetterschutzdach errichtet.“ Der Betrieb der Mensa bleibe jedoch weiterhin in vollem Umfang gewährleistet.

Eine Sanierung des Daches war ursprünglich für 2020 vorgesehen. Im vergangenen Jahr wurden die Kosten dafür auf fünf Millionen Euro beziffert. Im Jahr 2018 war man noch von 2,5 Millionen ausgegangen.

Keine Baufirma gefunden

Aufgrund der hohen Auslastung der Baufirmen und des volatilen Baumarktes habe man bislang keine Firma für eine wirtschaftliche Sanierung finden können, teilt Amtsleiterin Ursula Orth mit.

Mehr Sitzplätze werden benötigt

Zwischenzeitlich hätten sich zudem weitere zwingende Anforderungen von Seiten des Studierendenwerkes an die Mensa ergeben, so Orth weiter.

Die Zahl der Studierenden in Karlsruhe ist weiter gestiegen, vor diesem Hintergrund werde nun eine Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten untersucht.

„Sollten die hierfür erforderlichen baulichen Maßnahmen am bestehenden Gebäude wirtschaftlich umsetzbar sein, wird eine zeitnahe Realisierung angestrebt“, sagt Orth.

Mehrfach ausgezeichnet

Die „Mensa Moltke“ war im Jahr 2007 in erster Linie für die Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Karlsruhe, der Pädagogischen Hochschule sowie der Kunstakademie im Westen der Stadt erreichtet worden.

Der außergewöhnliche Bau wurde mehrfach ausgezeichnet: Bei der bundesweiten Wahl zur „Mensa des Jahres“ der Zeitschrift „Unicum“ kam die „Mensa Moltke“ auf Platz drei. In der Kategorie „Atmosphäre“ landete sie sogar ganz oben auf dem Treppchen.

So sieht die Mensa Moltke eigentlich aus: Das Archivbild zeigt den Bau in der Zeit, bevor er hinter einem Baugerüst verschwand. Foto: Jörg Donecker

Bei dem Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ wurde die „Mensa Moltke“ im Jahr 2008 als „Ort der Ideen“ in der Kategorie „Kunst und Kultur“ ausgezeichnet. Studenten speisten hier in hochmodernem Ambiente hieß es damals.

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