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Ausstrahlung ab September

Mythen und Geheimnisse: Filmteam dreht für ZDF-Serie in Karlsruhe

Das Grab des Hunnenkönigs oder die Rieseneule Mothman: In der Reihe „Mythos – die größten Rätsel der Geschichte“ ist das ZDF dem Unbekannten auf der Spur. Im Herbst ist Karlsruhe an der Reihe.

Genau im Bild: Kameramann Andreas Tonndorf filmt den Karlsruhe-Experten Bernd Hettlage beim Obelisken. Foto: Joerg Donecker

Die Waldhornstraße in Karlsruhe als Teil einer Verschwörungstheorie: Bernd Hettlage läuft auf das Straßenschild zu. Er blickt daran hoch und geht weiter. Einmal, zweimal, dreimal. Beim dritten Versuch schaut er weder zu lang noch zu kurz. Auch die Aufnahme ist scharf genug. Die Szene ist im Kasten.

Nicht nur der Marktgraf in der Pyramide oder ein Zirkel rund ums Schloss bieten Verschwörungstheoretikern jede Menge Stoff. Auch in der Waldhornstraße sehen die Mystiker Zeichen der Illuminatoren. Entsprechende Videos verbreiten sie im Internet.

Genau diese Videos brachten die Berliner Produktionsfirma Storyhouse auf den Plan. Im Auftrag des ZDF will die Firma klären, ob etwas dran ist an all den Mythen. Oder ob sich Bauwerke wie Obelisk, Sphinx und Pyramide mitten in Europa doch anders erklären lassen.

Zwei Tage lang schickte das Unternehmen ein Filmteam nach Karlsruhe. Damit wurde Karlsruhe Teil der Sendung „Illuminaten“ der ZDF-Reihe „Mythos – die größten Rätsel der Geschichte“.

Als Experte führt der Wahl-Berliner Bernd Hettlage das Filmteam durch seine Heimatstadt. Für sein Buch „Das Geheimnis von Karlsruhe“ hat er sich bereits vor einigen Jahren intensiv auf Recherchereise begeben.

Vor der Kamera erzählt Bernd Hettlage, wie etwa Schloss und Verfassungssäule entstanden sind und wo Raum für Mythen bleibt.

Die Waldhornstraße als eine der östlichen Fächerstraße taucht bei den Verschwörungstheoretikern auf, weil das W als 23. Buchstabe des Alphabets als Buchstabe der Illuminatoren gilt.

Um den historischen Ursprung zu ergründen, baut Kameramann Andreas Tonndorf mitten auf der Straße Stativ und Kamera auf.

Bevor es wirklich losgeht, klärt das Team noch die Kleiderfrage: Jacke oder Pulli? Knistert die Jacke? Stört das Flattern der Kapuze im Wind? „Kein Problem“, sagt Tonassistent Max Tebbert und segnet die Jacke ab.

Regisseurin Susanne Rostosky drückt Bernd Hettlage ihre Computertasche als Requisite in die Hand und der Experte tritt vor die Kamera.

Quer durch die Innenstadt: Das Filmteam ist auf der Suche nach einem Straßenschild von der Waldhornstraße ohne Baustelle im Hintergrund. Foto: Catrin Dederichs

Obwohl die Filmleute mit ihrer Arbeit den Straßenverkehr etwas blockieren, scheint das niemanden zu stören. Vielmehr warten die Autofahrer geduldig, Fahrradfahrer fragen vorsichtig nach, ob sie vorbeifahren dürfen. Einige Fußgänger bleiben interessiert stehen und wollen wissen, was das Team dort dreht.

Straßensperre: Mit ihrer Ausrüstung blockiert das Filmteam die Waldhornstraße. Auto- und Radfahrer nehmen es gelassen. Foto: Catrin Dederichs

Straßenverkehr und Baustellen bringen andererseits auch den Drehplan durcheinander. Erst läuft das Team die ganze Waldhornstraße entlang auf der Suche nach einem Straßenschild ohne Bagger und Absperrgitter im Hintergrund. Dann wieder versperrt ein Lkw die Sicht aufs Schloss. Oder die Filmemacher müssen ihr Equipment einsammeln, um einen Bus vorbeizulassen.

Am Dienstag will das Filmteam mit einem Kleinflugzeug über Karlsruhe fliegen und die Fächerstadt von oben zeigen. Mitte Mai geht es weiter mit der Arbeit: Dann kommt das Material in den Schnitt, wie Regisseurin Susanne Rostosky mitteilt. Der Mediengestalter wird den Stoff über die Karlsruher Geheimnisse schneiden und auf fünf bis sechs Minuten zusammenkürzen.

„Mythos“ im TV

Die Firma Storyhouse dreht derzeit fünf neue Teile für die ZDF-Reihe „Mythos – die größten Rätsel der Geschichte“. Jeder Teil ist 45 Minuten lang. Ab September sollen sie ausgestrahlt werden. Wann genau Karlsruhe an der Reihe ist, steht aktuell noch nicht fest.

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