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Planbare OPs werden abgesagt

Neue Intensivstation am Klinikum Karlsruhe für Corona-Patienten

Mit einem Kraftakt bereitet sich das Städtische Klinikum auf den zu erwartenden Anstieg an Corona-Patienten vor. Das größte Krankenhaus der Region mit seinen 1.500 Betten richtet ab dem Wochenende eine eigene Intensivstation für Corona-Patienten ein. Die Absage planbarer Operationen macht dies möglich.

Uwe Spetzger ist medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Karlsruhe Foto: jodo

Mit der Einrichtung einer neuen Intensivstation speziell für Corona-Erkrankte bereitet sich das Städtische Klinikum auf steigende Patientenzahlen vor. Die neue Intensivstation mit insgesamt 20 Beatmungsgeräten soll am Wochenende bereits einsatzbereit sein, kündigte Uwe Spetzger, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums in einem Interview mit den BNN an.

Mit seinen 1.500 Betten ist das Städtische Klinikum das größte Krankenhaus der Region.

20 Beatmungsgeräte für neue Intensivstation

Die für die neue Intensivstation vorgesehenen Beatmungsgeräte können aus anderen OP-Sälen abgezogen werden, weil planbare Operationen verschoben werden. Zusätzlich habe das Klinikum weitere Geräte in der Hinterhand. Damit sieht Spetzger das Krankenhaus auch mit Blick auf zu erwartende steigende Fallzahlen gut gerüstet: „Ich bin eigentlich optimistisch, dass wir nicht wie in Italien an die Grenze kommen,“ sagte er den BNN. Er rechne aber damit, dass zunehmend häusliche Quarantänefälle zurück ins Krankenhaus kommen.

Probleme beim Personal

Probleme sieht Spetzger allerdings beim medizinischen Personal, das generell für die Intensivstationen fehle. Nun würde medizinisches Personal des Klinikums zusätzlich im Umgang mit Beatmungsgeräten geschult. Erst jüngst in Ruhestand gegangene Mitarbeiter versuche man für einen Einsatz zu gewinnen. Außerdem stehe man in Gespräch mit den Rettungsdiensten über einen Einsatz von Rettungssanitätern am Klinikum.

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