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Digitaler Neujahrsempfang

So stimmen sich die Sozialdemokraten in Karlsruhe und Bretten für das wichtige Wahljahr ein

Der Digitaler Neujahrsempfang der SPD Karlsruhe-Land und der SPD Bretten steht im Zeichen zweier Urnengänge.

Diesmal digital: Zum Online-Jahresempfang luden die SPD Karlsruhe-Land und die SPD Bretten ein. Hauptrednerin war dabei Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter aus dem Bundesumweltministerium. Foto: Klaus Müller

Einige raschelnde Geräusche, begleitet von Musik, die nicht so recht klingen mag, unterbrochen von gelegentlichem Räuspern, kundgetan von so manchem Betrachter, der möglichst stilvoll in seine eigene Kamera lugte – und dann, als der Kreisvorsitzende Christian Holzer nach all der Geräusch- und Bildkulisse das Wort ergriff, konnte der Neujahrsempfang der SPD Karlsruhe-Land und der SPD Bretten beginnen. Und das gleichzeitig vielerorts.

Jeder Teilnehmer, im Vorfeld gab es über 40 Anmeldungen, konnte von Zuhause dem etwas anderen Neujahresempfang beiwohnen. Via Webex – nix anderes als eine Plattform für eine Videokonferenz – begrüßten die Sozialdemokraten einträchtig das für die Partei so wichtige neue Jahr.

Warmreden für den Wahlkampf

Dass im Mittelpunkt der Redebeträge die Corona-Pandemie sowie die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März und die Bundestagswahl im Herbst standen, überraschte wenig. Mal zeigten sich die Sozis kämpferisch: „Die für uns nicht gerade guten Umfragewerte sollten uns nicht demotivieren“, meinte Holzer.

Mal angriffslustig: „Kultusministerin Eisenmann sollte zurücktreten und nie wieder in die Politik gehen“, befand Alexandra Nohl, SPD-Kandidatin für den Landtagswahlkreis Bruchsal.

Mal fordernd: „Wir brauchen in der Pflege mehr Gemeinwohl für alle statt Profite für wenige“, bemerkte Aisha Fahir, die im Wahlkreis Ettlingen antritt. Mal zielorientiert: „Wir wollen Grün-Schwarz beenden und mit dem Wunschpartner, den Grünen, eine Koalition eingehen“, gab Stephan Walter, SPD-Kandidat im Wahlkreis Bretten, vor.

Werben für die Linie der Groko

Und ja, alle wiesen in ihren Redebeiträgen auf das Corona-Jahr 2020 mit all seinen gesellschaftlichen Auswirkungen hin. Wirklich Neues gab es dabei allerdings nicht zu erfahren. Eine Lanze für die jüngsten Verordnungen der schwarz-roten Koalition in Berlin brach die Gastrednerin des Neujahrsempfangs Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende: „Wir müssen so handeln, um Menschenleben zu retten und die Gesundheit der Menschen zu schützen.“

Wenn die SPD schon nicht von außen so gelobt wird, wie es ihr nach eigenem Verständnis eigentlich zustehe, muss das Lob halt von innen kommen. Und damit sparte die SPD-Frau nicht. Vieles habe ihre Partei – „wir Sozialdemokraten stehen zusammen wie nie zuvor“ – erreicht, sei es die Einführung der Grundrente, die Erhöhung des Mindestlohns, die Abschaffung des Soli oder das Familiengeld. Auch umweltpolitisch stellte sie den Sozialdemokraten ein gutes Zeugnis aus: „Wir sind nicht grüner als die Grünen, halten aber im Vergleich das, was wir versprechen.“

Des Themas Pflege – mit Applaus allein sei es nicht getan – nahm sich Fahir an, Nold will den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, und Walter machte bezahlbaren Wohnraum als eine zentrale Frage des sozialen Friedens aus.

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