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Behindertenbeauftragter fordert Umdenken

Nur zwei „Toiletten für alle“: Wie das Fehlen solcher Einrichtungen die Teilhabe am öffentlichen Leben erschwert

Gerade mal zwei öffentliche Toiletten für Menschen mit schweren Behinderungen, sogenannte „Toiletten für alle“, gibt es im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Wie das Fehlen solcher Einrichtungen die Teilhabe am öffentlichen Leben erschwert, erzählt Manfred Haas, dessen Frau an Multipler Sklerose erkrankt ist.

Eine „Toilette für alle“, wie hier in der Messe Karlsruhe, ist vor allem ein Angebot für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, mit Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittlähmung oder an Multipler Sklerose Erkrankte. Sie ist mit einer höhenverstellbaren Liege und einem elektrischen Personen-Lifter ausgestattet, der die betroffenen Menschen sicher vom Rollstuhl auf das WC oder die Liege hebt. Foto: Rake Hora

Vor jedem Geburtstag der Kinder und Enkelkinder stellen sich Manfred Haas und seine Frau Birgitta die gleiche Frage: Wie bekommen wir das hin? Eine Stunde kostet es das Ehepaar aus Kronau, die Fahrt nach Eppingen vorzubereiten.

Birgitta Haas ist an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Sie hat Schmerzen beim Sitzen, ist rumpflabil, kann sich also nicht selbständig aufrecht halten. Doch oft ist das Fest schon gleich nach der Ankunft wieder beendet. „Wenn die Inkontinenz zuschlägt, gibt es in einer privaten Wohnung selten Möglichkeiten, einen Menschen mit schwerer Behinderung zu versorgen“, erzählt Manfred Haas.

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