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Bauen in Karlsruhe

Oberer Säuterich wird ab September weiter geplant

Um das Beteiligungsverfahren für das geplante Neubaugebiet Oberer Säuterich während der Corona-Krise zeitnah zu Ende zu bringen, schlägt das Stadtplanungsamt neue Wege ein. Damit sich möglichst viele Bürger über den aktuellen Sachstand informieren können, sollen ab Ende September mehrere Plattformen gleichzeitig bespielt werden.

So sieht der Rahmenplan für das Neubaugebiet Oberer Säuterich aus. Foto: Stadt Karlsruhe

Um das Beteiligungsverfahren für das geplante Neubaugebiet Oberer Säuterich während der Corona-Krise zeitnah zu Ende zu bringen, schlägt das Stadtplanungsamt neue Wege ein. Damit sich möglichst viele Bürger über den aktuellen Sachstand informieren können, sollen ab Ende September mehrere Plattformen gleichzeitig bespielt werden.

Nach der Bekanntmachung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im Amtsblatt sollen die Planunterlagen im Internet, beim Stadtplanungsamt und beim Stadtamt Durlach in Augenschein genommen werden können. Dort können zwei Wochen lang auch Anregungen und Einwendungen abgegeben werden.

Power-Point-Vortrag im Internet

Außerdem soll sowohl online als auch im Stadtplanungsamt ein sprachlich unterlegter Power-Point-Vortrag mit der Planungspräsentation zur Verfügung gestellt werden.

„Mit der multimedialen Präsentation betreten wir regelrechtes Neuland“, sagt Sachbearbeiterin Christiane Rahmann vom Stadtplanungsamt. Das sei auch notwendig, denn schließlich dürfe das Verfahren nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Eigentlich sollte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit am 28. Mai mit einer Bürgerversammlung eingeläutet werden. Diese musste jedoch wegen des Versammlungsverbots abgesagt werden. Mittlerweile sind wieder größere Versammlungen erlaubt.

Wir machen ein Angebot.
Christiane Rahmann vom Stadtplanungsamt

„Wir machen ein Angebot. Die Entscheidung liegt am Ende bei den politischen Gremien“, betont Rahmann. Am Mittwoch wird der Vorschlag im Ortschaftsrat Durlach diskutiert, am Donnerstag steht er im Planungsausschuss auf der Tagesordnung.

Um den weiteren Ablauf durch kurzfristige Änderungen der Corona-Verordnungen nicht zu gefährden, könne man auch zweigleisig planen, so Rahmann. Dann werde sowohl ein Saal angemietet als auch das virtuelle Verfahren vorbereitet.

Hohes öffentliches Interesse

Das öffentliche Interesse an den nächsten Planungsschritten schätzt Rahmann als sehr hoch ein. Seit der Präsentation des Siegerentwurfs aus einem Wettbewerb für die Erstellung eines Rahmenplans wurden Anwohner und Grundstücksbesitzer regelmäßig in nichtöffentlichen und öffentlichen Veranstaltungen über den aktuellen Sachstand informiert. Bei manchen dieser Termine waren über 200 Leute anwesend.

Laut dem aktuellen Planungsstand sollen auf der Brachfläche zwischen der verlängerten Südtangente und dem südlichen Ortsrand von Aue knapp 400 Wohneinheiten sowie eine Kindertagesstätte und eine Seniorenresidenz entstehen.

Die Planungen für die Erschließung des Gebiets werden seit der Präsentation der ersten Entwürfe kontrovers diskutiert. Anwohner kritisieren die Nachverdichtung durch den Bau mehrerer mehrgeschossiger Wohngebäude. Die Stadt begründet dies mit dem großen Bedarf an Wohnraum in Karlsruhe.

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