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Besuch aus dem Bundesverkehrsministerium

Chance für B36-Ausbau bei Eggenstein-Leopoldshafen steht nicht schlecht

Steffen Bilger, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, tourt durch die Hardt - und macht Hoffnung auf eine Entlastung für Pendler auf der B36.

Planspiele: Über den Ausbau der B 36, samt einer sichereren Anbindung der L 558 an die Bundesstraße, sprachen vor Ort Andreas Stampfer,Steffen Bilger, Ansgar Mayr und Joachim Kößler (von links). Foto: Klaus Müller

Von unserem Mitarbeiter Klaus Müller

Die Kurzform: Ein Kreisel in Weingarten an der Bruchsaler Straße (B3)/Jöhlinger Straße ist vom Tisch. Dafür stehen die Chancen für den Ausbau der B36 zwischen Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten gar nicht schlecht. Und in Sachen ÖPNV könnte es für einen Ost-West-Ausbau der Stadtbahn von Jöhlingen in Richtung Leopoldshafen viel Geld vom Bund geben.

So jedenfalls lassen sich die Kernaussagen einer durchaus ambitionierten Infotour mit Steffen Bilger, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, durch die Hardt zusammenfassen. Begleitet vom CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Kößler und Ansgar Mayr, der dessen Nachfolge bei der kommenden Landtagswahl antreten will, informierte sich der CDU-Bundespolitiker über Verkehrsprojekte in der Region.

Der Kontakt kam über Mayr zustande. Bilger und er kennen sich noch aus der Zeit in der Jungen Union. Die einzelnen Stationen suchte der CDU-Landtagskandidat aus. Politische Vertreter aus der jeweiligen Gemeinde schlossen sich örtlich begrenzt dem kleinen Tross an.

Jetzt ließe sich das Ganze auch als Wahlkampfveranstaltung werten. Gleichwohl lässt sich durch so eine Tour, egal unter welchen Vorzeichen sie stehen mag, zu einem späteren Zeitpunkt so manche ministerielle Tür öffnen. „Bei solchen Vorort-Terminen bleibt immer was in Erinnerung“, ließ Bilger auf BNN-Nachfrage durchblicken. Zudem werde man auf diese Termine von seinen Mitarbeitern vorbereitet. Auch das fördere die Erinnerung, die Eindrücke, die man dabei gewinne. Im Einzelnen ging es dabei um drei Themenbereiche.

Die Projekte im Detail

Ausbau der B36: Angedacht ist ab Eggenstein-Leopoldshafen Richtung Linkenheim-Hochstetten der Bau einer dritten Spur, über die verkehrslenkend in Stoßzeiten der Verkehr flüssiger werden soll. Das Vorhaben ist nicht im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Dennoch sei es denkbar, dass es Geld vom Bund gebe, sagte Bilger und verwies auf ein dafür spezielles Budget vom Bund für die Länder. Den Ausbau selbst hält er für realistisch. Ob es in diesem Zusammenhang eine von der CDU Linkenheim-Hochstetten geforderte sicherere Anbindung L558/B36 geben wird, bleibt abzuwarten. Die Idee, dies über einen dritten Abzweig zu bewerkstelligen, wolle er mitnehmen, versprach der Bundespolitiker.

Weingartener Kreisel: Das Thema eines Kreisverkehrs am Schnittpunkt B3/Jöhlinger Straße scheint vom Tisch zu sein. Kaum einen anderen Schluss lässt ein aktuelles Schreiben vom Regierungspräsidium an die Gemeinde zu. Darin heißt es laut Bürgermeister Eric Bänziger sinngemäß, dass der Bund einen Kreisverkehr an dieser Stelle nicht befürworte; eine Auffassung,die Bilger teilte: Der Querschnitt für einen Kreisel sei in diesem Bereich zu gering.

Bänziger, übrigens kein Freund der Kreisel-Idee, setzt vielmehr auf die Ortsumfahrung Berghausen. Durch sie könnte der Verkehr in der Jöhlinger Straße (derzeit Dauerbaustelle) reduziert werden. Der Haken dabei: Die langwierige Umsetzung der B-293-Umfahrung Berghausen liegt jetzt schon zeitlich gesehen unverkennbar hinter den Planungen für die B-293-Umfahrung Jöhlingen.

ÖPNV Walzbachtal: Eine Ost-West-Verbindung der Stadtbahn schwebt dem CDU-Landtagskandidaten Mayr vor. Fördermittel in Höhe von 75 Prozent (so Bilger) könnte es dafür vom Bund geben: „Deutlich aufgestockt hat der Bund die Mittel für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.“ Im Auftrag des Kreistages soll die Landkreisverwaltung nach Mayrs und Kößlers Auskunft Zahlen und Daten über die Wirtschaftlichkeit solch einer Ost-West-Verbindung zusammentragen.

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