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Fachwerkhäuschen-Toilette

Firmlinge aus Pfinztal greifen zu Pinsel und Farbe

Die öffentliche Toilette in Pfinztal-Söllingen erstrahlt im Fachwerk-Outfit. Dahinter steckt eine Aktion von Pfinztaler Firmlingen, die „Farbe bekennen“.

Toilettenhäuschen im Fachwerkstil: Das Ergebnis der Aktion „Farbe bekennen“ präsentierten Bürgermeisterin Nicola Bodner, Georg Sand, Justin und Initiator Ulrich E. Haag. Foto: Klaus Müller

Eine öffentliche „Fachwerkhäuschen-Toilette“ dürfte sich nicht in jeder Gemeinde finden. Im Pfinztaler Ortsteil Söllingen gibt es nun so ein stilles, entsprechend stilisiertes Örtchen. Um genau zu sein auf dem Leerdamplatz.

Unter dem Motto „Farbe bekennen“ bemalten dort Jugendliche das – vorsichtig ausgedrückt – zuvor total vollgeschmierte Toilettenhäuschen. Die Idee dazu entwickelte Ulrich E. Haag.

Das Projekt richtete sich an 36 Jugendliche der katholischen Kirchengemeinde Pfinztal. Anlass dafür war deren Firmvorbereitung.

Gemeinde Pfinztal leistet Vorarbeit

„Für unser Projekt Farbe bekennen haben wir uns zwei Objekte ausgesucht – einen Trafoturm auf dem Rokycany-Platz und eben das Toilettenhäuschen hier auf dem Leerdamplatz“, berichtet Haag. Der Initiator des Vorhabens mit Farbe und Pinsel befindet sich in der Ausbildung zum ehrenamtlichen Dekan.

Die Arbeit mit den Jugendlichen, wie überhaupt die Umsetzung des „sozialen Projektes“, lässt sich durchaus als eine Art praktische Übung im Rahmen der Ausbildung verstehen.

Entstanden ist ein Mehrwert für alle.
Nicola Bodner, Bürgermeisterin Pfinztal

Unterstützung fanden Haag und seine jungen Mitstreiter bei der Gemeinde und hierbei nicht zuletzt bei Georg Sand, Mitarbeiter des Bauhofs. Die Vorarbeiten für die eigentliche Ausmalung der Objekte leistete Sand.

Von einer gut funktionierenden Zusammenarbeit sprach Bürgermeisterin Nicola Bodner. Und von Ergebnissen, die sich sehen lassen könnten: „Entstanden ist ein Mehrwert für alle.“

Trafoturm leuchtet in satten Farben

In satten Farben malten die Jugendlichen den Trafoturm auf dem Rokycany-Platz aus. Das Toilettenhäuschen erhielt eine Fachwerkanstrich. „Das hat schon Spaß gemacht. Das war ne coole Idee“, meinte Mitmachmaler Justin.

Farblich und kreativ bearbeitet – „dies nach aktiver Aufforderung, freiwillig bei dem Projekt mitzumachen“, verrät Haag – wurde das von außen runtergekommene Toilettenhäuschen an sechs Samstagen. Aufgeteilt in Gruppen legten die Jugendlichen los. Eine Gruppe dokumentierte von Anfang an die Arbeitsabläufe und -fortschritte.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, so der Tenor unter allen Beteiligten, dass die von Jugendlichen entworfenen und ausgearbeiteten Objekte nicht (wieder) von Jugendlichen sinnlos vollgeschmiert werden.

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