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Einsatz für Klimagerechtigkeit

Pfinztalerin erhält von Winfried Kretschmann das Bundesverdienstkreuz 

Durch das Engagement von Ursula Georg besteht heute in Pfinztal eine lebendige Partnerschaft mit Kidira im Senegal, die Vorbildcharakter hat.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreicht Ursula Georg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreicht Ursula Georg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Uli Regenscheit

„Es macht mich stolz, dass mein Engagement wahrgenommen wird“, sagt Ursula Georg. Die Pfinztalerin ist von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart anlässlich des Tags des Ehrenamts mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Vorgeschlagen wurde ich von der Gemeindeverwaltung“, erklärt die 66-Jährige. „Besonders hat mich an der feierlichen Veranstaltung gefreut, dass unter den geladenen Gästen auch Fatou Ndoye sein konnte, meine Reisebegleiterin aus Dakar, die mich seit zwölf Jahren begleitet und deren Einreiseformalitäten auf meinen Wunsch hin beschleunigt abgewickelt wurden.“

Sie sei quasi in die Bewegung der Berghausener Naturfreunde hineingeboren worden, sagt sie. „Mein Großvater gehörte zu den Gründungsmitgliedern.“

Bundesverdienstkreuz für Brückenschlag zwischen Tradition und Gegenwart

„Georg steht bei den Naturfreunden Deutschland für den Brückenschlag zwischen traditionellen Werten der Bewegung und den Herausforderungen der Gegenwart“, sagte der Ministerpräsident.

Sie engagierte sich zunächst bei den Naturfreunden Berghausen und war dann auf Bezirksebene aktiv. „Im Landesverband Baden war es mein Verdienst als Geschäftsführerin, den Fachbereich Naturfreunde Global ins Leben gerufen zu haben, mit dem Ziel, die Klimaaktivitäten zu unterstützen und Netzwerke zur globalen Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit aufzubauen.

Entstehen doch 80 Prozent der Klimaschädigungen im globalen Norden, während 80 Prozent der Auswirkungen im globalen Süden zu spüren sind. Es gibt in Afrika mit wachsender Tendenz genauso viele Mitglieder bei den Naturfreunden wie in Europa.“

Den Naturfreunden als internationaler Bewegung sei immer schon der Naturschutz wichtig gewesen. Nun gelte es, sich dem Umweltschutz mit den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. „Im Jahr 2008 habe ich das erste Mal das Naturfreundehaus in Kidira im Senegal besucht. Das dort existierende Umweltbildungszentrum hatte mein Interesse geweckt“, erzählt sie weiter.

Gemeinde Pfinztal und Naturfreunde unterstützen Projektarbeiten

Nach dem offiziellen Rückbesuch einer Delegation aus Kidira im Pfinztaler Rathaus entstand 2012 mit der Gemeinde Pfinztal die Idee zur Projektpartnerschaft. Die Gemeinde stellt das Material, während die ausführenden Handwerker vor Ort finanziert werden.

Ebenso unterstützen die Naturfreunde Berghausen Projektarbeiten im Senegal finanziell, wie etwa Trinkwasseranschlüsse. Im Jahr 2020 wurden die Gemeinde Pfinztal und Kidira in das Förderprogramm „Kommunale Klimapatenschaften“ aufgenommen.

„Dank Georgs Engagement besteht heute in Pfinztal eine lebendige Partnerschaft mit Kidira, die Vorbildcharakter hat“, sagte Kretschmann. „Ursula Georg lebt Solidarität im Großen wie im Kleinen und engagiert sich nebenher als Lesepatin an der Grundschule in Söllingen.“

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