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Timur Özcan

Der Walzbachtaler Bürgermeister setzt auf Social Media

Walzbachtal hat einen der jüngsten Bürgermeister im Land. Schon während des Wahlkampfs 2019 machte Timur Özcan (SPD) immer wieder deutlich, wie sehr er bei der Kommunikation mit seinen Wählern auf die sozialen Medien baut.

Das war vorgestern: Früher kündigte der Ortsbüttel mit seiner Glocke für die neuesten Informationen im Dorf an. Timur Özcan erhielt sie bei seinem Amtsantritt von CDU-Gemeinderätin Jutta Belstler überreicht. Foto: Arnd

Der Walzbachtaler Bürgermeister Timur Özcan baut auf die sozialen Medien. Und das hat Programm: In seiner Haushaltsrede kündigte an, für Walzbachtal einen Social-Media-Kanal aufbauen. Er werde gemäß des Slogans „Anhören, zuhören“ handeln und gemeinsam mit der Bürgerschaft einen neuen politischen Stil entwickeln, sagte der Bürgermeister.

Bei der Beteiligung der Bürger, die er während des Wahlkampfs versprochen hatte, will er sich künftig nicht mehr nur auf die traditionellen Kanäle verlassen. Social Media böten die Grundlage für innovative Teilhabe. „Damit können wir Personen erreichen, die wir bisher nicht erreicht haben“, meinte Özcan. Seine bisherigen Erfahrungen in diesem Bereich seien äußerst positiv.

Mit dem Social-Media-Kanal hoffe er auf zeitgemäße Kommunikation auf Augenhöhe mit der Bürgerschaft. Damit könnten die Bürger persönlich Kontakt aufnehmen mit der Gemeindeverwaltung, beschrieb Özcan sein Projekt auf Nachfrage.

Damit können wir Personen erreichen, die wir bisher nicht erreichten.
Timur Özcan Bürgermeister von Walzbachtal

Vielen Personen, die soziale Medien nutzen, wären die klassischen Kommunikationswege der Gemeinde fremd, wie etwa das Amtsblatt, die Homepage oder Pressemitteilungen. Dieses etablierte Angebot wolle er aber nicht vernachlässigen, sondern ergänzen mit einer zeitgemäßen Kommunikation auf Augenhöhe mit der Bürgerschaft.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die sozialen Medien gerade in solchen Zeiten ein wichtiges Bindeglied in der Gesellschaft seien und sich viel in ihnen abspiele. „Zudem schaffen wir hiermit einen weiteren Baustein zur digitalen Teilhabe“, so Özcan, der hofft, dass die Bürger so persönlich Kontakt aufnehmen können mit der Gemeindeverwaltung.

Als Medium will sich der Bürgermeister sowohl Facebook als auch Instagram bedienen und dort jeweils einen Kanal erstellen. Betreut werden sollen sie von der Stelle für Öffentlichkeitsarbeit. Sie werde in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ämtern die Themen bearbeiten.

Die Aktualisierung der Homepage will der Bürgermeister dennoch beibehalten. Sie werde durch die Social-Media-Kanäle nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, so glaubt er, werde es zu einem Zusammenspiel und zu einer Ergänzung kommen. www.walzbachtal.de bleibe die Hauptseite der Gemeinde im Internet. Ausführliche Informationen sollen der Homepage vorbehalten bleiben, auf die dann in den sozialen Medien verwiesen werde.

Mit einer gewissen Skepsis wird das vom FDP-Fraktionvorsitzenden im Gemeinderat beäugt. Bei aller modernen Technik, so mahnte Werner Schön während der Haushaltsberatungen, dürfe man die älteren Mitbürger nicht vergessen. Gerade in schwierigen und turbulenten Zeiten müsse gewährleistet werden, dass „dieser Personenkreis via Nachrichten in Papierform benachrichtigt wird.“

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