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Powertraining

Crazy Outdoor Drill in Walzbachtal-Jöhlingen steigert die Fitness

Beim wöchentlichen Trainingsprogramm des TSV Jöhlingen werden auch Lkw-Reifen eingesetzt.

 Crazy Outdoor Drilling, zu sehen ist Rebekka Oberle
Foto: Sidney Huber

Auspowern, schwitzen, pumpen und rennen: Jeden Montag findet auf dem Gelände des TSV Jöhlingen, von 18.30 bis 19.30, das „Crazy Outdoor Drilling“-Programm von Rebekka Oberle statt. Dabei geht es richtig zur Sache. Das Ganze heißt nicht umsonst „Drill“.

Das Ziel ist, die eigene Fitness und Ausdauer zu steigern, während Oberle ununterbrochen animiert weiterzumachen, egal wie hart das Training ist. Die Aktion findet ausschließlich im Freien statt, Trainingsgegenstände sind Autoreifen, Taue oder Spielplatzgerüste.

Und was passiert dann? Klimmzüge oder Kriechen durch den Schlamm sind Teil des Programms. Andere Einheiten haben andere Namen. Es gibt das Battle-Rope oder den Tireflip, also das sportliche Umdrehen großer Lkw-Pneus. Aufgebaut sind die Trainingseinheiten meistens gleich: Begonnen wird mit einem Warm-up, beispielsweise einfachem Warmlaufen.

Intervalltraining und im Anschluss Pause

Darauf folgen eine kurze Stretching-Session, um die Trainingsleistung zu steigern, und anschließend das Hauptprogramm.

Und dann geht es zur Sache. Das Training umfasst zum Beispiel eine Reihe sogenannter Tabatas, eine Form des Intervalltrainings, bei dem man 20 Sekunden powert und im Anschluss zehn Sekunden Pause macht.

Das Ganze dauert dann acht Runden, beziehungsweise vier Minuten, bevor das nächste Tabata oder eine andere Trainingseinheit beginnt. Zum Schluss beendet Oberle das Training mit einem weiteren Stretching.

„Das ist hier eher Kraft-Ausdauer“, bringt Oberle den Unterschied zwischen ihrem Programm und herkömmlichem Krafttraining auf den Punkt, „mit ein bisschen Rennen und mehr Ausdauer als nur beim reinen Krafttraining.“

Angefangen hat die Leiterin des Outdoor-Drillings vor etwa drei Jahren, ebenfalls auf dem Gelände des TSV Jöhlingen, bei einer Sommeraktion des Sportvereins. „Claudia Westphal hat das hier angeboten, mit dem Outdoor-Workout. Ich bin ein oder zwei Mal hingegangen, dann hat sie mich angesprochen und gefragt, weil ich ja doch recht fit bin, ob ich das selbst nicht gern machen würde, als Kurs. Und so kam’s dann einfach.“

Teilnehmer Matthias Fuchs erklärt, warum er beim Outdoor Drilling mitmacht: „Fit bleiben, gesund bleiben, die Schmerzen aus dem Büro irgendwie wegbekommen.“

Wenn man eine gewisse Grundfitness hat, kann man teilnehmen.
Rebekka Oberle, Trainingsleiterin

Die Anmeldung für das Programm läuft über den Sportverein. Ist man dort Mitglied, ist das Training inklusive, ansonsten kostet es fünf Euro. Teilnahmebeschränkungen gibt es nicht. Weder ein bestimmtes Alter noch Vorkenntnisse sind Pflicht. „Wenn man eine gewisse Grundfitness hat, kann man daran teilnehmen, es geht meistens auf Zeit. Wenn man halt nicht kann, dann macht man langsam“, sagt Oberle.

Eine Skalierung der Übungen ist immer drin, was das Programm weder für Anfänger zu schwer noch für Fortgeschrittene zu einfach macht.

Erfüllt haben sich Oberles Ziele mit dem Outdoor-Drilling noch lange nicht. „Erstens hätte ich gerne, dass noch mehr Leute teilnehmen.“ Außerdem würde die Trainerin mit ihrer Sportgruppe gern einmal ganz offiziell an einem Hindernislauf teilnehmen. Mit einem einzelnen Mitstreiter hat sie privat an einem solchen Lauf bereits teilgenommen, jedoch nie mit allen zusammen.

Das „Crazy Outdoor Drilling“ findet montags von 18.30 bis 19.30 Uhr statt.

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