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Kampagne „Fairtrade-Town“

Gemeinderat Walzbachtal beschließt Förderung von Fairtrade Produkten in der Gemeinde

Der Gemeinderat beschloss auf Antrag der Grünen-Fraktion die Förderung von fair gehandelten Produkten in der Gemeinde. Die Gemeinde erhofft sich davon auch einen Marketing-Effekt.

Gerechte Bezahlung für die Produzenten: Auch Pflanzen gibt es fair gehandelt. Die Gemeinde Walzbachtal will künftig faire Produkte bei Ausschreibungen berücksichtigen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild

Walzbachtal will an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ teilnehmen und eine entsprechende Auszeichnung anstreben, so beschloss der Gemeinderat. Bei allen Sitzungen des Gemeinderats und der Ausschüsse sowie im Büro des Bürgermeisters soll künftig Fairtrade Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt werden.

Zwei Gegenstimmen gegen den von der Grünen-Fraktion eingebrachten Antrag gab es von den beiden FDP-Vertretern Werner Schön und Sascha Fanz. Sie begründeten ihre Ablehnung nicht.

Über die Details des Antrags informierte die Umweltbeauftragte Lea Herzog. Mit der Teilnahme verpflichte sich die Gemeinde zur Einhaltung eines umfangreichen, fünf Punkte umfassenden Kriterienkatalogs. Unter anderem soll zu diesem Thema eine Steuerungsgruppe aus der Verwaltung, der Gastronomie, Schulen, Kirchen und Vereinen gebildet werden.

In diesen Organisationen sollen mindestens zwei Fairtrade Produkte ausgeschenkt oder verkauft werden. In der Gemeinde müssen Fairtrade Produkte zugänglich gemacht und Öffentlichkeitsarbeit dazu betrieben werden.

Die Teilnahme an der Kampagne sei kostenlos, betonte Lea Herzog. Die Steuerungsgruppe arbeite ehrenamtlich und müsse noch zusammengestellt werden. Als Referenzgemeinde gilt Straubenhardt. Dort schlägt die Kampagne mit rund 500 Euro pro Jahr zu Buche, zum Beispiel für Fotoausstellungen von „Eine Welt Projekten“ oder einem fairen Frühstück. An diesem Beispiel solle man sich orientieren, schlug die Verwaltung vor.

Titel „Fairtrade-Town“ könnte für Walzbachtal Marketing-Effekt haben

Man dürfe nicht unterschätzen, welche Marktmacht die Kommunen mit ihren Umsätzen von 200 Milliarden Euro haben, so begründete Michael Futterer für die Grünen den Antrag. Die Gemeinde solle fair gehandelte Produkte bei Ausschreibungen berücksichtigen und könne damit positive Veränderungen anstoßen. Dies alles komme mit dem kleinen Budget von 500 Euro aus.

Als Mitglied der Kampagne könne man sich mit anderen teilnehmenden Gemeinden vernetzen und Anstöße für weitere Aktionen erhalten. Das Etikett „Fairtrade-Town“ habe für Walzbachtal auch einen Marketingeffekt. „Es wäre gut für Walzbachtal, wenn wir daran teilnehmen würden“, meinte der Grünen-Sprecher.

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