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Spatenstich

Walzbachtaler Siedlung Binsheim wird mit stabilem Internet ausgestattet

Der weiße Fleck wird beseitigt: Gemeinsam mit dem Landkreis und der Breitband Landkreis Karlsruhe stattet die Gemeinde Walzbachtal die Siedlung Binsheim mit stabilem Internet aus.

Volker Braun, Werner Schön, Jutta Belstler, Timur Özcan, Andreas Tremmler, Michelle Büch und Nicolas Wrede (von links) vollziehen den ersten Spatenstich. Foto: Monika Eisele

Zehn Kilometer Glasfaserkabel und eine sechs Kilometer lange Rohranlage verschwinden derzeit entlang der Straßen und Wege in der Siedlung Binsheim in Walzbachtal im Boden. Grund ist der Anschluss der 16 Häuser ans weltweite Netz.

Zum Spatenstich sind Vertreter der Verwaltung, des Gemeinderats, des Landratsamts sowie der Baufirma Leonhard Weiss und des Anbieters Inexio gekommen. Etwa 560.000 Euro wird das Projekt kosten. 90 Prozent Zuschuss gibt es von Land und Bund.

Bislang konnte für das abgelegene Gebiet und die weit verstreuten Höfe kein Netzbetreiber gefunden werden. Gemeinsam mit dem Landkreis und der Breitband Landkreis Karlsruhe (BLK) hat sich die Gemeinde Walzbachtal nun an die Beseitigung des weißen Flecks gemacht.

Menschen in der Siedlung Binsheim könnten nicht mal einen Notruf absetzen

„Die Verbindung in der Siedlung Binsheim ist sehr schlecht bis gar nicht vorhanden“, erklärt Bürgermeister Timur Özcan (SPD). Die Menschen könnten nicht mal einen Notruf absetzen. „Sowohl Firmen als auch private Haushalte brauchen heute Zugang zum Internet. Schnelles und stabiles Internet ist ein Standortvorteil für die Gemeinde, die Schaffung eines attraktiven Angebots deshalb unabdingbar.“

Als Mitgliederkommune habe Walzbachtal die Chance ergriffen und gemeinsam mit der BLK diese wichtige Infrastrukturmaßnahme auf den Weg gebracht. Besonders erfreulich sei natürlich die hohe Förderquote, ohne die eine Gemeinde wie Walzbachtal ein solches Projekt nicht stemmen könnte, so Özcan.

„Zur Anwendung kommt ein modernes Verlegeverfahren, das ein schnelles Vorankommen und weniger Störungen auf der Baustelle verspricht“, erläutert Andreas Tremmel, technischer Geschäftsführer der BKL. Volker Braun, Leiter des Netzbaus Karlsruhe bei der Firma Weiss, zeigt das speziell dafür ausgerüstete Fahrzeug. Hinten hängt eine große Fräse, die den Schlitz in die Fahrbahndecke fräst.

Mittels einer Saugvorrichtung werden das Fräsmaterial und die Erde in den Laster gesaugt, das Rohr verlegt und die Stellen direkt wieder zugeschüttet. „Bis zu 300 Meter schaffen wir damit pro Tag und sind etwa ein Viertel schneller als mit herkömmlichen Methoden“, sagt Braun.

Ziel ist eine schnelle Internetverbindung im Landkreis Karlsruhe

Eine schnelle und flächendeckende Internetverbindung im Gebiet des Karlsruher Landkreises ist das Ziel der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) beim Breitbandausbau im Landkreis Karlsruhe. IKZ und BLK schaffen die flächendeckende Voraussetzung für eine Grundversorgung mit Glasfaseranschlüssen. Hinter der IKZ und der BLK steht ein Gemeinschaftsprojekt, dem 30 Städte und Gemeinden des Landkreises angehören.

Über die Landkreisgrenzen hinaus beteiligen sich zusätzlich die Stadt Bad Herrenalb, der Landkreis Calw sowie die Stadt Karlsruhe mit dem Gewerbegebiet Rheinhafen. In Gebieten, in denen sich private Anbieter, zumeist aus Kostengründen, nicht engagieren, mietet die BLK verfügbare Infrastrukturen an, baut fehlende Trassen und stellt ein durchgängiges Backbone-Netz zur Verfügung. Diese Datenautobahn führt durch den Kreis in die einzelnen Kommunen.

Über das so entstandene Backbone-Netz können die Kommunen ihr Access-Netz anschließen. Dann kommt der Dienstleister Inexio ins Spiel. Der ist gemäß Netzbetriebsvertrag für den Betrieb und die Vermarktung verantwortlich und erbringt den eigentlichen Telekommunikationsdienst, also Internet, Telefonie und Fernsehen in die Häuser der Kunden. Ab dem neuen Jahr sollen die Anschlüsse zur Verfügung stehen.

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