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Fusion mit dem Schützenverein

Ein bewegtes Jahr für Walzbachtaler Bogenschützen

Raus aus dem alten Domizil, hinein in ein neues und dazu noch die Fusion mit dem Schützenverein. So hat die Bogensportgruppe Walzbachtal das Jahr 2021 erlebt. Der Verein entwickelt sich, auch neue Sponsoren wurden gefunden. Die Schützen suchen nun nach einem Waldstück, um dort einen Bogen-Parcours zu etablieren.

Im Foyer des Schützenhauses: Oberschützenmeister Jürgen Bauer und Schießleiter Bogen Bernd Ammann. Im vergangenen Jahr fusionierte die Bogensportgruppe mit dem Schützenverein.
Foto: Patric Kastner

Hinter den Walzbachtaler Bogenschützen liegt ein Jahr mit Umbrüchen: Im März 2021 fusionierte die Bogensportgruppe mit dem Schützenverein Jöhlingen, und kam der Umzug.

Weg vom ursprünglichen Domizil, einem ehemaligen Getränkemarkt in der Jöhlinger Ortsmitte, hin zum Schützenhaus am Ortsrand.

Und dann noch die Umbau- und Instandsetzungsarbeiten am Schützenhaus, wie Vereinsvorsitzender und Oberschützenmeister Jürgen Bauer erzählt.

Umzug und Umbauarbeiten

So wurde die ehemalige Freiterrasse wetter- und winterfest umgebaut. Zukünftig sollen dort fünf Bogenschießbahnen auf 18 Meter Länge Platz finden. Auch das Bogenschießkino, das man 2020 für rund 4.000 Euro angeschafft hat, soll dort demnächst installiert werden.

Die geplanten Events für Firmen hätten noch nicht stattfinden können, sagt Bernd Ammann, Schießleiter Bogen.

„Nach Corona war Feierabend“, sagt er. Die Bogensportgruppe habe den ehemaligen Getränkemarkt verlassen müssen, da der jetzige Besitzer der Halle, die Volksbank Bruchsal-Bretten, eine andere Verwendung für das Areal habe, sagt Bauer. Die Halle werde abgerissen.

Verbesserte Situation

Laut dem Vereinsvorsitzenden hat sich aber die Situation durch die Fusion mit den Schützen wirtschaftlich und sportlich verbessert. Vor einem Jahr sah es allerdings anders aus: Da die Bogensportgruppe zu diesem Zeitpunkt noch den Naturfreunden angehörte, einer touristischen Organisation, gab es keine Corona-Hilfen für Sportvereine.

An den Scheiben: Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Schießwiese eingeweiht. Der Verein sucht jedoch auch noch ein Waldstück, in dem man einen Bogen-Parcours etablieren kann.
An den Scheiben: Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Schießwiese eingeweiht. Der Verein sucht jedoch auch noch ein Waldstück, in dem man einen Bogen-Parcours etablieren kann. Foto: Jürgen Bauer

„Wir sind als Sportverein nicht anerkannt worden“, sagt er als Grund zum Austritt bei den Naturfreunden. Gleichzeitig sei die Kündigung für die alte Halle ausgesprochen worden. Mittlerweile sei man dem Badischen Sportbund beigetreten und konnte somit Fördermittel beantragen, so Bauer.

Auch zwei Sponsoren, Opterra und die Big Bechtold-Gruppe, habe der Verein gewinnen können. Jedoch: „Corona darf eigentlich nicht so weitergehen“, sagt Bauer mit Blick auf die Entwicklung des Vereins.

Teilnahme nur an einem Wettkampf

Der Verein hat zurzeit 58 Mitglieder. Zum Zeitpunkt, als die Bogensportgruppe mit dem Schützenverein fusionierte, habe Letzterer noch 21 Mitglieder gezählt. Im Jahr 2009 hätten die Schützen noch 200 Mitglieder gehabt, erzählt Bauer.

Die Jugendarbeit habe sich positiv entwickelt: 15 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren lernen sowohl mit Bogen, Luftgewehr, als auch Luftpistole umzugehen. Auch der Ferienspaß sei mit 92 Teilnehmern ein Erfolg gewesen.

Die Jugend trainiert: Im vergangenen Sommer wurde die Schießwiese unweit des Schützenhauses eingeweiht.
Die Jugend trainiert: Im vergangenen Sommer wurde die Schießwiese unweit des Schützenhauses eingeweiht. Foto: Jürgen Bauer

Bei den Wettkämpfen seien die Schützen im vergangenen Jahr lediglich bei den Kreismeisterschaften in Neureut angetreten, erklärt Bernd Ammann.

Und dies aus gleich mehreren Gründen, wie er erklärt: Viele Wettkämpfe seien abgesagt worden und wenn sie stattfanden, habe sei die Teilnehmerzahl begrenzt gewesen. Und: Die Arbeitseinsätze sowohl am Schützenhaus, als auch an der alten Halle hätten Priorität gehabt.

Bogenschießwiese am Schützenhaus

50 Meter vom Schützenhaus habe der Verein eine Bogenschießwiese von einem Vereinsmitglied für eine symbolische Pacht zur Verfügung gestellt bekommen. Dort können Distanzen bis zu 90 Meter geschossen werden, wie Bauer erklärt.

Ein Manko: Man braucht einen Ersatz für das bisherige Freigelände zwischen Weingarten und Jöhlingen, die sogenannte „Wüste“, auf dem man den Bogen-Parcours mit 3D-Tieren, die aus einem speziellen Schaum gefertigt sind, gehabt hat. „Wir haben versucht, das Wüsten-Gelände für uns noch zu nutzen, aber ein Pachtvertrag mit den Naturfreunden ist leider nicht zustande gekommen“, sagt Bernd Ammann.

Zurzeit befindet sich der Verein in Gesprächen mit der Gemeinde, um in einem Waldstück einen Bogen-Parcours zu etablieren. Jürgen Bauer macht klar, dass solch ein Parcours das Herzstück der Vereins und existenziell wichtig sei. Bürgermeister Timur Özcan habe jedoch Unterstützung zugesagt, so Ammann und Bauer.

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