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BNN-Reporter rocken das Fest

Pirouetten und heiße Platten

Eben noch schnell ein tolles Zitat notiert, kurz darauf schon auf der Bühne stehen und das Publikum anheizen: Die BNN-Redakteure Janina Keller und Christian Schäfer sind dieses Jahr auf Das Fest doppelt gefordert. Denn sie sind nicht nur als Redakteure, sondern auch als Tänzerin und DJ im Einsatz.

IMAGE-137125 Foto: N/A

Eben noch schnell ein tolles Zitat notiert, kurz darauf schon auf der Bühne stehen und das Publikum anheizen: Die BNN-Reporter Janina Keller und Christian Schäfer sind dieses Jahr auf Das Fest doppelt gefordert. Denn sie sind nicht nur als Redakteure, sondern auch als Tänzerin und DJ auf dem Karlsruher Open-Air im Einsatz. Das erfordert einiges an Koordination.

Zwischen zwei komplett unterschiedlichen Dingen umschalten

Samstagnachmittag, 16 Uhr, hinter den Kulissen der Kulturbühne: Die letzte Schicht Make-Up auflegen und fixieren, die lila-blaue Perücke mit Haarnadeln befestigen. Eine Tänzerin der Gruppe Jazzaret dehnt ihre Beinmuskulatur mit einem Gummiband, andere gehen noch ein letztes Mal in sich und wiederholen die Choreografie im Kopf. „Ich muss innerhalb von Sekunden zwischen zwei komplett unterschiedlichen Dingen umschalten. Die Gefahr ist da groß, bei der Arbeit schon an den Auftritt und auf der Bühne an bevorstehende Artikel zu denken“, räumt Janina ein, deren kunstvoll geschminktes Gesicht einem farbenprächtigen Kunstwerk gleicht.

Kühlen Kopf bewahren

In solchen Momenten müsse man sich einfach selbst etwas beruhigen und einen kühlen Kopf bewahren. Beim Auftritt selbst ist es dann allerdings vor allem die Bühne, die den Tänzerinnen und Tänzern zusetzt: der schwarze Belag entwickelt in der Sommerhitze Temperaturen wie auf einer heißen Herdplatte, äußerst schmerzhaft für die bloßen Tänzerfüße. „Wir haben alle Brandblasen“, so das Fazit der erschöpften Tänzer nach dem Auftritt. Vom Publikum gibt es für die erschwerten Bedingungen noch einmal Sonderapplaus.

Bis zu 20 Stunden Probe die Woche

Bereits im Februar hat die Tanzgruppe „Jazzaret“ mit der Einstudierung ihrer aktuellen Choreografie begonnen, bis zu fünf Mal die Woche probten die jungen Tänzer bis zu vier Stunden. Auch wenn es zusätzlichen Stress bedeutet, bereut die sportliche Redakteurin Keller ihren Doppeleinsatz nicht: „Auf dem Fest aufzutreten, ist eine schöne Gelegenheit, unsere Arbeit auf der Bühne zu zeigen.“

BNN-Redakteur steht am Mischpult

Christian Schäfer versorgt am Sonntagmittag ab 16.30 Uhr das Publikum vor der DJ-Bühne mit außergewöhnlichen Klängen. Damit dabei alles glatt läuft, hat er seinen Einsatzort vorab ausführlich in Augenschein genommen: „Ich bin eine halbe Stunde früher vor Ort, schaue mir in Ruhe die Technik an und richte mich ein“, so der Hobby-DJ, der auch immer mal wieder für den nichtkommerziellen Karlsruher Radiosender „Querfunk“ auflegt.

Digital wäre keine Alternative

Bei der Frage digital versus analog gibt es für ihn nur eine richtige Antwort: „Definitiv nur Vinyl. Schon immer. Es ist zu einfach, sich die Musik auf einen Stick zu ziehen, um sie dann herauszuschleudern. Platten sind einfach etwas Tolles. Alleine der Klang, die kräftigen klaren Bässe, da kann keine Mp3 mithalten.“ Außerdem seien Cover mit all ihren kreativen Gestaltungsformen ein zusätzlicher Schatz – der bei digitaler Musik eben fehlt.

70er-Jahre Disco und Rare Groove

Die Zuhörer von „Chris Vinylist“ können am letzten Fest-Tag vor der DJ-Bühne 70er-Jahre-Disco, Boogie und ruhigen Rare Groove genießen. „Es wird Musik sein, die für die meisten 'Fest'-Besucher gewöhnungsbedürftig ist“, vermutet Schäfer. Das ändert an seiner Auswahl jedoch nichts: Etwas zu Gehör zu bringen, was nicht alltäglich ist: Das ist ihm der Stress im Doppeleinsatz als Redakteur und DJ wert.

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