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Kanutin triumphiert in Szeged

Rheinbrüder hoffen auf olympisches Trio: Brüßler holt mit Gebhardt Quotenplätze für Tokio

Im ungarischen Szeged hat Kanutin Sarah Brüßler von den Rheinbrüdern Karlsruhe im Zweier mit Melanie Gebhardt (Leipzig) zwei weitere Quotenplätze für Olympia gesichert.

Sarah Brüßler (vorne links) von den Rheinbrüdern Karlsruhe und die Leipzigerin Melanie Gebhardt haben dem deutschen Verband zwei weitere Quotenplätze für Olympia gesichert. Foto: Martina Tirolf

Die Rheinbrüder Karlsruhe könnten bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio gleich mit drei Startern vertreten sein. Beim olympischen Qualifikations-Wettbewerb sicherten Rheinbrüder-Athletin Sarah Brüßler und Melanie Gebhardt (Leipzig) dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) am Donnerstagabend im ungarischen Szeged zwei weitere Quotenplätze.

Damit dürfte Brüßler das Tokio-Ticket eigentlich kaum noch zu nehmen sein. Club-Kollegin Sophie Koch kann derweil bei dem sich ab diesem Freitag anschließenden Weltcup in Szeged die letzten Zweifel an ihrem Ringe-Start beseitigen. Zudem haben die Rheinbrüder in Saeid Fazloula ein drittes Olympia-Eisen im Feuer - der Iraner ist aussichtsreicher Kandidat für das Flüchtlingsteam des IOC.

Ich habe einfach auf unseren Endspurt vertraut.
Sarah Brüßler, Rheinbrüder-Kanutin

Auf der Strecke im ungarischen Kanu-Mekka setzten sich Brüßler und Gebhardt in einem packenden 500-Meter-Rennen durch und ließen sowohl das spanische als auch das russische Boot hinter sich. Bei 250 Metern war das deutsche Duo noch auf Platz drei gelegen.

„Ich habe einfach auf unseren Endspurt vertraut“, sagte die überglückliche Brüßler nach dem so nicht erwarteten Erfolg: „Ich bin am Anfang etwas zu hoch gefahren aber das wollte ich auch, ich dachte, Melli hält das hinten durch und ich schaffe es auch irgendwie ins Ziel.“ Am Mittwoch waren die beiden mit Bestzeit ins Finale gepaddelt.

Sarah Brüßler, Kajakfahrerin der Rheinbrüder Karlsruhe. Foto: Helge Prang/GES

Brüßlers Teamkollegin Koch muss sich noch mal beweisen

Brüßler war anders als Candierfahrerin Koch bei der nationalen Qualifikation hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben, hatte es aber in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft geschafft. In Szeged meldete sich die 27 Jahre alte Kajakfahrerin nun mit einem Ausrufezeichen zurück.

Koch hatte die DKV-Ausscheidungsrennen als drittbeste Fahrerin abgeschlossen. Beim Weltcup muss sich Koch im Zweier mit Spitzenfahrerin Lisa Jahn (Berlin) über die 500 Meter nun noch einmal international beweisen und dabei das zweite deutsche Boot mit Ophelia Preller und Annika Loske schlagen. Dann wäre die Olympia-Teilnahme perfekt.

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