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Vor Italien auf Platz eins

Deutsche Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister gewinnt den Alpen-Cup in Rheinstetten

Beim Alpen-Cup in Rheinstetten traten Bürgermeister-Teams aus Deutschland, Italien, Slowenien, Österreich und Südtirol gegeneinander an. Deutschland hatte zum Schluss die Nase vorn.

Fußball Gruppenbild
Ein wahrer Fußballklassiker: Beim Alpen-Cup in Rheinstetten traf die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister auch auf Italien. Foto: Rico Lösel

„So sehen Sieger aus“ hallt es unüberhörbar aus dem Kreis der deutschen Mannschaft nach dem Abpfiff gegen die Italiener. Denn auch wenn der Fußballklassiker am Ende 1:1 unentschieden ausging, reichte der eine Punkt für Deutschland um sich zum Sieger des „Alpen-Cups“ zu küren.

Bei dem Turnier, das am vergangenen Samstag auf dem Gelände der Sportfreunde Forchheim stattfand, spielten insgesamt fünf Mannschaften gegeneinander. Das besondere an den Teams ist, dass alle Spieler Bürgermeister einer Stadt oder Gemeinde sind.

Neben der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister und der italienischen Auswahl waren auch Teams aus Slowenien, Österreich sowie Südtirol dabei. Gespielt wurde so, dass jedes Team einmal gegen jeden Gegner gespielt hat.

Beim Aufwärmen hab ich gemerkt, dass es noch nicht geht.
Sebastian Schrempp, OB von Rheinstetten

Sebastian Schrempp konnte verletzungsbedingt nicht auf dem Feld stehen. „Beim Aufwärmen hab ich gemerkt, dass es noch nicht geht“, so der Rheinstettener Oberbürgermeister (CDU) der vor einigen Monaten einen Bandscheibenvorfall gehabt hat. Mit der Leistung seines Teams sei er aber mehr als zufrieden gewesen. „Man merkt, dass sich auf dem Platz nichts geschenkt wird“, so Schrempp und ergänzt: „Wir wollen Deutschland schließlich auch würdig vertreten“.

Das es am Ende sogar zum Sieg gereicht hat und man den größten Konkurrenten, die Italiener, aufgrund des besseren Torverhältnisses hinter sich lassen konnte, war dann natürlich umso schöner. „Es war einfach insgesamt eine super Teamleistung“, so Nico Dittmann.

Er ist Bürgermeister im Erzgebirge und seit letztem Jahr ein Teil der Mannschaft. Helmut Glanzner dagegen ist seit der Gründung der Mannschaft 2008 dabei. „Wir hatten das Ziel zu gewinnen und das haben wir geschafft“, resümiert der Südhesse.

Siegfried Gatterer landete mit Südtirol am Ende auf dem letzten Platz. „Klar hätten wir am Ende gerne mehr Punkte geholt, insgesamt haben wir aber ganz gut mitgespielt.“ Noch wichtiger als das Sportliche sei aber ohnehin der Austausch untereinander. Das sehen auch Franz Gallop und Gebhard Moser aus Österreich so. Sie wurden am Ende Vierter, jedoch punktgleich mit den drittplatzierten Slowenen. „Außer vielleicht dem Wetter war alles gut“, so Gallop.

Ältester Spieler war 73 Jahre alt

„Das Niveau war relativ ausgeglichen, das war bei anderen Turnieren in der Vergangenheit nicht immer so“, freut sich Moser, der mit 73 Jahren der älteste Spieler des Turniers war. Seit 2008 werden abwechselnd in den europäischen Ländern Turniere, wie die Europameisterschaft oder eben der Alpen-Cup gespielt.

„Der ein oder andere schöne Spielzug ist dabei“, meint Jürgen Walther während gerade Slowenien gegen Südtirol spielt. Der Rheinstettener ist öfters auf den Amateurfußballplätzen in der Region unterwegs und will sich jetzt mal ein Bild davon verschaffen was die Bürgermeister so können.

„Die Abwehrleistung war gut“, meint Sandra Bochinger auf ihren Mann angesprochen der für die deutsche Nationalmannschaft spielt. „Durch den Sieg ist der Abend jetzt natürlich gesichert“, meint Bochinger. Später geht es noch aufs Oktoberfest des Harmonika Spielrings Neuburgweier. Und als Sieger könne schließlich man noch besser feiern.

Das Turnier war jedoch nicht der einzige Programmpunkt, den die laut Schrempp rund 120 Fußballer, die bereits am letzten Donnerstag nach Rheinstetten angereist sind, absolviert haben. Ziel der des Treffens ist auch der Austausch mit den anderen Ländern. Dabei ging es vor allem um Energiesicherheit und Rohstoffknappheit.

Vor diesem Hintergrund wurden Führungen bei der EnBW, Edeka-Südwestfleisch und der Fertigungswerkstatt der Firma Rosenbauer organisiert. Am Sonntag ging es für die kickenden Bürgermeister dann wieder zurück in ihre Gemeinden und Städte.

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