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Auch Gäste aus der Pfalz und dem Elsass

Beim Fährfest in Neuburgweier malen 50 Drohnen das Badische Wappen in den Himmel

Eingebunden ins Pamina-Fest war viel geboten an den beiden Festtagen, von geführten Wanderungen zu historischen Themen rund um den Rhein bis zu Konzerten an der Fähranlegestelle. Eines der Highlights war eine Drohnenshow, die statt einem wenig nachhaltigen Feuerwerk aufgeführt wurde.

Gemütliches Fest am Rheinufer, im Hintergrund die Rheinfähre Baden-Pfalz Foto: Ulrich Krawutschke

„Ich bin gerne hier, es ist die Nahtstelle der Landkreise Karlsruhe und Rastatt und zu Frankreich“, sagte der geschäftsführende Vorstand des Pamina Rheinparks, Claus Haberecht, bei der Eröffnung des Fährfestes in Neuburgweier.

Der Rheinstettener Stadtteil war das Zentrum der zweitägigen Veranstaltung „Begegnungen und Mobilität am Rhein“. Und es gab diese Begegnungen, denn die Rheinfähre Baden-Pfalz fuhr ohne Pause – am Samstag sogar bis 22.30 Uhr – und brachte Besucher auch aus der Pfalz und dem Elsass ans Rheinufer bei Neuburgweier.

So auch eine Radlergruppe, die von der Fähre Plittersdorf entlang des Rheinauen-Radweges bis zur Fähre Neuburgweier unterwegs war.

Fest mit Heimatgefühl

Ein Fährfest wie immer? Beileibe nicht. Es sind diesmal nicht die Vereine, die das Fest ausrichten, sondern die Betreiberfamilie Müller des Restaurants „Zollhaus“ am Rheinufer.

Die Bedenken bei den Vereinen waren zu groß.
Stefan Kungl, Arge Neuburgweirer Vereine

Die Vereine, so Stefan Kungl von der Arge Neuburgweirer Vereine, haben unter Corona-Bedingungen auf die Ausrichtung verzichtet. „Wir haben lange verhandelt, es ging nicht, die Bedenken waren zu groß“, so Kungl.

Auch Neuburgweiers Ortsvorsteher Gerhard Bauer hob in seiner Begrüßung dankbar auf den Einsatz der Gastronomenfamilie ab, die das Fährfest schon seit Jahren unterstütze. Wegen der Änderungen war das Festgelände nicht wie bisher bei der Fähranlagestelle, sondern auf der Wiese am Ufer neben dem Gasthaus, also auf Auer Gemarkung.

Der Grundgedanke der Begegnung, wie von Haberecht vorgetragen, erfüllte sich bestens, denn zur Eröffnung waren neben Bauer und Haberecht auch Rheinstettens OB Sebastian Schrempp (CDU), der Ortsbürgermeister von Neuburg, Hermann Knauß, und die Verbandsbürgermeisterin von Hagenbach, Iris Fleisch, gekommen. Kreisübergreifend gab es viele Gespräche, nachdem OB Schrempp das obligatorische Fass angestochen hatte.

Zuvor hatte er seine „Freude, dass nach eineinhalb Jahren Durststrecke wieder Gemeinschaft möglich ist und ich strahlende Gesichter sehe“ zum Ausdruck gebracht. Und strahlende Gesichter gab es viele. Evelyn Kircher und Tochter Michelle waren aus Au gekommen, weil Kirchners Vater Josef Ball im Chor der Marinesinger Rheinstetten mitwirkt und bei der Eröffnungsfeier sogar ein Solo hatte.

„Es ist toll, dass es wieder ein Fest gibt, das ist ein Stück Heimatgefühl“, meinte Evelyn Kircher, die „sehr oft“ am Rheinufer und im Zollhaus zu Gast ist. „Der Rhein zieht einfach an, vor allem wenn man am Rhein aufgewachsen ist. Und manchmal gibt er auch Trost, wenn es gerade nicht so gut läuft.“

Ein junges Paar aus Mörsch, das seinen Namen nicht nennen wollte, aber umso vehementer die Freude „über solch ein ungezwungenes Fest“ artikulierte, schloss sich an. Die wenigen Corona-Einschränkungen seien da kein Hindernis, sagen sie.

Drohnenshow statt Feuerwerk

Eingebunden ins Pamina-Fest war viel geboten an den beiden Festtagen, von geführten Wanderungen zu historischen Themen rund um den Rhein über besinnliche Friedhofsführungen in Neuburgweier oder einem Besuch im Museum für Siedlungsgeschichte in Neuburgweier bis hin zu musikalischer Unterhaltung der Marinesinger oder am Sonntag durch das Jugendorchester des Musikvereins Neuburgweier an der Fähranlegestelle.

Höhepunkt aber war am Samstag gegen 22 Uhr ein „Feuerwerk“ der besonderen Art. Da das bisher übliche Feuerwerk aus ökologischer Sicht immer mehr hinterfragt werde, so Ortsvorsteher Bauer, hat sich die Bürgerstiftung Rheinstetten bereit erklärt, für das Fährfest eine musikalisch untermalte Drohnenshow mit Lichtchoreographie zu gestalten, die durch Sponsoren und den Pamina Rheinpark unterstützt wurde.

Da schwebten rund 50 Drohnen über den zahlreichen Zuschauern, die staunend und begeistert die vielen dabei gezeigten Figuren kommentierten, vor allem als am dunklen Abendhimmel das Badische Wappen erschien. „Das ist ein toller Ersatz fürs Feuerwerk“, sagte eine Zuschauerin zum Abschluss.

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