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Dächer von Vereinen und Feuerwehr

Rheinstettener Energiegenossenschaft hat Photovoltaik-Flächen im Blick

Zusammen mit der Stadt und Vereinen hat die noch junge Bürgerenergiegenossenschaft ausgelotet, welche Flächen für Solarenergie in Frage kommen könnten. Genug Geld für die Realisierung einer ersten Anlage ist da.

Potenzial für Sonnenenergie: Das Feuerwehrhaus hat die Bürgerenergiegenossenschaft„Naturstrom Rheinstetten“ schon früh ins Auge gefasst. Foto: Werner Bentz

Innerhalb weniger Monate ist die Bürgerenergiegenossenschaft Rheinstetten auf mehr als 400 Mitglieder angewachsen, jetzt ist sie mit dem Eintrag ins Genossenschaftsregister auch ganz offiziell anerkannt. „Wir sind stolz“, freut sich Mitgründer und Vorstandsmitglied Hans Bodrogi über den großen Zuspruch aus der Bürgerschaft.

Obwohl sie noch sehr jung ist, zähle die Rheinstettener Bürgerenergiegenossenschaft inzwischen zu den mitgliederstärksten im Südwesten. Das jüngste Mitglied sei wenige Monate alt, das älteste 100 Jahre.

Auch in Sachen Photovoltaik-Pläne sind die Mitglieder der Genossenschaft ein gutes Stück vorangekommen. Die Suche nach geeigneten Flächen für die Nutzung von Solarenergie ist sozusagen ihr Hauptgeschäft.

Photovoltaik in Rheinstetten: Welche Flächen können genutzt werden?

Mit der Stadt gab es Gespräche, die ersten kommunalen Flächen mit Potenzial wurden ausgelotet, jetzt fehlten nur noch grünes Licht von der Stadt und ein Gemeinderatsbeschluss für die Planungssicherheit, so Bodrogi.

Mit einer Liste mit rund 15 potenziellen Flächen für Photovoltaik sei man an die Stadt herangetreten, etwa ein Dutzend kommunale Gebäude habe sich als grundsätzlich geeignet erwiesen. Ganz vorne auf der Prioritätenliste steht das Feuerwehrhaus, das die Bürgerenergiegenossenschaft schon früh ins Auge gefasst hat.

„Sobald die Stadt grünes Licht für Photovoltaik-Anlagen auf ihren Flächen gibt, kann der dafür notwendige Finanzbedarf fundiert geplant werden“, erklärt die Bürgerenergiegenossenschaft in einer Pressemitteilung.

Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen über Mitgliederanteile

Dann könnten die Mitglieder auch ihre Einlage erhöhen, die bisher auf 100 Euro pro Person begrenzt ist. „Viele wollten von vornherein höhere Anteile zeichnen“, erklärt Bodrogi.

Die erste Anlage kann noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden.
Hans Bodrogi, Vorstandsmitglied

Aktuell habe man genug Geld in der Kasse, um die erste Photovoltaikanlage in Angriff nehmen zu können. „Da bereits Angebote vorliegen, kann die erste Anlage planmäßig noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden“, teilt die Bürgerenergiegenossenschaft mit.

Neben kommunalen Dächern hat die Genossenschaft auch Vereinsgebäude für die Nutzung von Solarenergie unter die Lupe genommen. Aktuell prüfe man eine Anlage auf dem Sach des Sportclubs in Neuburgweier, und auch das Gebäude auf dem Rheinstettener Segelflugplatz komme potenziell infrage.

Windenergie ist ebenfalls Thema für die Bürgerenergiegenossenschaft Rheinstetten

Mittelfristig will die Bürgerenergiegenossenschaft sich aber nicht nur auf die Umsetzung von Photovoltaik-Vorhaben beschränken.

Die Ausweisung von städtischen Flächen im Gewann Stiftäcker in Mörsch (südlich der L566 zwischen Bahnlinie und Wald) für Windenergie befürworte man, so Bodrogi. Der Bereich sei „ein optimaler Standort für eine Windkraftanlage“.

Wenn sich die Rheinstettener beim Bürgerentscheid am 26. September für die Verpachtung der Fläche für Windenergie aussprechen und die Ergebnisse aller erforderlichen Prüfungen, beispielsweise zum Natur- und Umweltschutz, positiv ausfallen, wolle man den Genossenschaftsmitgliedern eine persönliche Beteiligung an dem Projekt ermöglichen.

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