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Projekt im Zeitplan

Fernwärme soll in Rheinstettens „Neuer Stadtmitte“ ab Herbst verfügbar sein

Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der neuen Fernwärmeleitung nach Rheinstetten haben bereits begonnen. Die von der Stadt Rheinstetten gewünschte Energie könnte laut den Stadtwerken Karlsruhe und der Netzgesellschaft Rheinstetten bereits in der Neuen Stadtmitte Rheinstetten verfügbar sein.

Im Zeitplan ist der Ausbau der Fernwärme in Rheinstetten: Im Herbst soll der Energieträger in einzelnen Bereichen verfügbar sein. Foto: Mauke Leopold

Die Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten (NEG) und die Stadtwerke Karlsruhe haben bereits weite Teile der Fernwärmehauptleitung von der Karlsruher Rheinstrandsiedlung bis zur Neuen Stadtmitte in Rheinstetten gebaut.

Seit Dezember, so die Pressemitteilung von NEG und Stadtwerken, laufen bereits erste Vorbereitungen für die im Herbst vorgesehene Inbetriebnahme der neuen Haupttransportleitung.

Die Stadtwerke Karlsruhe haben diese schon bis zur Kreuzung Schwarzwaldstraße/Ecke Theodor-Heuss-Straße in Rheinstetten gespült und befüllt.

Aktuell laufen im Bereich Friedrich-Ebert-Straße die Verlegung von Wasserleitungen in der Schlageterstraße und Rohren für die Fernwärme zwischen Kreuzung Bürgerstraße bis zur Kirchgasse. Die Fertigstellung ist bis Ende Februar geplant. Die Straßenabschnitte werden dann wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Weitere Baustellen am Laufen

Eine weitere, noch nicht beendete Baustelle befindet sich in der Jahnstraße und in der Straße Untere Trift. Hier hat die beauftragte Baufirma die Arbeiten für die Verlegung der Fernwärme, für die Neubauleitung Wasser und die restlichen Tiefbauarbeiten vor Weihnachten fertiggestellt.

Die noch fehlende Asphaltdeckschicht wird Anfang des Jahres verlegt, sobald es die Witterungsverhältnisse erlauben. Ebenfalls begonnen haben Arbeiten beim Nell-Breuning-Ring. Der erste Abschnitt führt zur Straßenbahnhaltestelle „Neue Messe“. Laut der Stadtwerke Karlsruhe ist dieses Vorhaben bis April terminiert.

In der Karlsruher Straße folgen ab Ende April bis voraussichtlich Ende August noch Bauarbeiten für die Hausanschlüsse des Kindergartens und des Caritas-Pflegeheims Sankt Martin Forchheim. Die letzten Bauabschnitte der Fernwärme- und der Wassertrasse westlich der Bürgerstraße in der Friedrich-Ebert-Straße starten ab März Diese Teile des Großprojektes sollen bis Ende Juni fertig sein.

Verlegung der Rohre verzögert sich

Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (CDU) ist mit den Fortschritten beim Bau der Fernwärmeleitung zufrieden. Grund: Zwischendurch drohte aufgrund überhitzter Baukonjunktur eine deutliche Überschreitung der kalkulierten Kosten. Teilweise kamen bei Ausschreibungen Angebotssummen zustande, die um bis zu 140 Prozent über dem Kostenvoranschlag gelegen hätten.

Durch Aufteilung einzelner Gewerke und Neuausschreibungen seien diese „Ausreißer wieder eingefangen“ worden. Ebenfalls dazu mit beigetragen habe, dass bei der Verlegung der Rohre etwas Tempo aus dem ambitionierten Zeitplan genommen worden sei.

Nicht jeder Haushalt kann Anschluss erhalten

Nach den bisherigen Rückmeldungen von den Stadtwerken Karlsruhe und der Netzgesellschaft liegt man wieder in etwa in dem vorgegebenen Kostenrahmen. Auch bei der Nachfrage bei den Hausanschlüssen für die Fernwärme sei man mittlerweile über der angepeilten Zahl und Abnahmemenge.

So sei beispielsweise ein Erfolg, dass sich das Pflegeheim der Caritas in Forchheim mit Fernwärme aus Karlsruhe versorgen wolle. Leider, so Schrempp, sei es aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, jede Nachfrage von Hausbesitzern für einen Fernwärmeanschluss zu befriedigen. Nicht jede Abzweigung von der Hauptleitung rechne sich.

Langfristig wird wohl Geothermie die Abwärme aus der Raffinerie ersetzen.
Sebastian Schrempp, Oberbürgermeister Rheinstetten

Kritik an der Abnahme der Abwärme aus der Verbrennung fossiler Energieträger der Raffinerie Miro in Karlsruhe teilt Schrempp nur bedingt. Kurzfristig falle weiterhin die Abwärme in der Karlsruher Raffinerie an. Langfristig kann er sich vorstellen, dass auch anders gewonnene Wärme, beispielsweise aus Geothermie, durch die Fernwärmerohre zu den angeschlossenen Haushalten kommt. „Unser neues Fernwärmenetz wäre dann ein echter Beitrag den Kohlendioxid-Ausstoß, zu dem Heizungen wesentlich beitragen, deutlich zu reduzieren“, so Schrempp.

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