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Mörsch und Forchheim profitieren von angepasster Planung

Hochspannungsleitung soll 90 Meter von Wohnhäusern in Rheinstetten wegrücken

Was sagen die Rheinstettener zum bevorstehenden Planfeststellungsverfahren?

Beseitigt werden soll die üppige Überspannung von Wohngebäuden in der Forchheimer Rosenstraße durch eine Verlegung der neuen Leitung weg von der Bebauung. Foto: Ulrich Krawutschke

Von unserem Mitarbeiter Ulrich Krawutschke

Einstimmig hat der Gemeinderat Rheinstetten der Stellungnahme der Stadt zu der geplanten neuen Netzführung der „380-kv-Netzverstärkung Daxlanden-Eichstetten“ durch die Transnet BW zugestimmt, weil die Planung erhebliche Verbesserungen für Forchheim und Mörsch bringt.

Die rund 120 Kilometer lange 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung zum Kaiserstuhl ist schon lange in Planung. Die 2017 geplante Trasse mit einer Belastung für Mörsch, war von der Stadt abgelehnt und vom Vorhabenträger Transnet BW nicht weiter verfolgt worden. Unstrittig, so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, sei die Notwendigkeit des Projektes.

Die bestehende 220-kv-Leitung sei nicht zukunftsfähig, weil die Netzkapazität nicht reiche. Sie soll durch eine neue 380-kv-Leitung ersetzt werden.

90 Meter von der Wohnbebauung abgerückt

Mörsch bleibt von ihr unberührt, Forchheim gewinnt deutlich. Entlang der Rosenstraße stehen mehrere Wohngebäude in direkter Nähe zur Freileitung, einzelne werden sogar von Leitungsseilen überspannt und parallel laufen drei Leitungen der Mittel-, Hoch- und Höchstspannung. Die neue Planung sieht vor, so der OB, die 220-kv-Leitung abzubauen und zu verkabeln.

Die neue 380-kv-Leitung soll 90 Meter von der Wohnbebauung abgerückt werden und in diesem Zuge soll auch geprüft werden, ob die am Siedlungsbereich verlaufende 110-kv-Leitung ebenfalls verlegt werden könne. Damit werde die bestehende Überspannung von Gebäuden völlig beseitigt. Zwar werden höhere Masten errichtet, aber ihre Zahl wird von 32 auf 16 reduziert.

Ökologische Baubegleitung

In der Stellungnahme der Stadt wird die Verkehrssicherheit während der Bauzeit geregelt, ebenso, dass Transnet BW für alle möglichen Schäden an Gebäuden oder in der Naturlandschaft aufkommen beziehungsweise beseitigen muss. Eine ökologische Baubegleitung soll erfolgen. Dies gilt beispielsweise für die Verlegung eines Masts weg aus dem Gebiet des Dunklen Wiesenknopf-Bläulings, was laut Vorlage sehr begrüßt wird. Wo Naturdenkmale unvermeidbar betroffen seien, stimme Rheinstetten einer Befreiung von Verboten zu.

Von den Sprechern der Fraktionen – Christian Spörl (CDU), Babette Schulz (Grüne), Gerald Peregovits (ULR), Nikola Karanikolas (SPD) und Bernd Urban (FDP) – wurde die Neuplanung begrüßt. Schulz sprach sich für eine besondere Beobachtung des Geschehens im Naturschutzgebiet aus, Peregovits wollte wissen, was mit dem Naherholungsgebiet passiert, wenn Polder und Trasse gleichzeitig gebaut würden. Das geschehe nicht, so der OB.

Ein Überblick über die gesamte Trasse findet sich auf der Seite der Transnet BW.

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