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Gestern Held, heute Bittsteller

Helfer im Corona-Impfzentrum in Rheinstetten warten noch immer auf ihre Bezahlung

Sie bekamen viel Zuspruch und Beifall, doch dann hat sich die Politik um ihre Belange eher wenig gekümmert. Viele der Helfer in der Region, die heute andere Menschen impfen, sind gezwungen, fast für umsonst zu arbeiten.

Nicht alles läuft reibungslos: Im Zentralen Impfzentrum in der Messe in Rheinstetten warten einige Helfer seit Monaten auf ihr Geld. Foto: Jörg Donecker

Die Pfleger kennen dieses Phänomen. Krankenschwestern, Intensivmediziner und Sanitäter auch. Wenn die Gesellschaft merkt, wie sehr sie in harten Zeiten diese Menschen braucht, gehen Politiker gerne in Krankenhäuser, werden die „systemrelevanten Helden“ von den Balkonen bejubelt. Dann aber verhallt der Applaus, und die Helden bleiben mit ihren Problemen wieder alleine.

So auch in der Corona-Krise. Ende 2020 hatte das Land Baden-Württemberg um Fachkräfte für seine Impfoffensive geworben. Sozialminister Manne Lucha beschrieb sie als eine „Herkulesaufgabe, die alle unterstützenden Hände brauche“. Die Resonanz war enorm.

Mitte Januar stellte Lucha erfreut fest: „Tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stehen bereit, um diese wirklich historische Aufgabe zu stemmen.“ Manche von ihnen fragen sich jetzt allerdings, ob das eine so gute Idee gewesen ist.

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