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Kultur blüht wieder auf

Kunstverein Rheinstetten zeigt nach Corona-Zwangspause Arbeiten des Künstlers Adi Bopp

Schon mal was von der „Böller-Technik“ gehört? Der Künstler Adi Bopp zeigt in einer Ausstellung im Kunstverein Rheinstetten, wie daraus Kunstwerke entstehen.

Endlich wieder Publikum: Beim Kunstverein Rheinstetten zeigt Adrian Bopp unter der Überschrift „Adiaddict“ derzeit seine Werke. Die Ausstellung war schon vor Monaten geplant, aber Corona machte Verschiebungen nötig. Foto: Susanne Garcia

Mit der Ausstellung „Adiaddict“ hat der Kunstverein Rheinstetten nach langer Corona-Zwangspause wieder für sein Publikum geöffnet. Die Bilder und kunstvoll präparierten Geweihe von Adi Bopp warten bereits seit Monaten darauf, endlich im Ausstellungsraum in der Rappenwörthstraße von allen Kunstinteressierten gesehen zu werden.

Ausstellung wurde wegen Corona immer wieder verschoben

Bei der gut besuchten Vernissage am Freitagabend war es dann endlich so weit — und der 36-jährige Künstler freut sich: „Wurde auch Zeit jetzt“, lacht Bopp, „die Ausstellung war ursprünglich schon im vergangenen Jahr geplant und musste dann immer wieder verschoben werden.“

Auch beim Vorstand des Kunstvereins ist die Erleichterung groß, dass es jetzt wieder weitergehen kann. Der zweite Vorsitzende Nikolaus Zirwes hofft, dass die nächsten Ausstellungen schon bald im Detail geplant werden können. „Was und wann genau das sein wird, hängt aber noch von der anstehenden Hauptversammlung ab.“

Sobald die 27 aktiven und 15 passiven Mitglieder neu gewählt und die Ziele für die kommenden Monate definiert haben, werde die Planung dann konkret.

Derweil sind ab jetzt also die Werke von Adi Bopp zu bewundern, die vor allem bei Dunkelheit ins Auge fallen – denn Bopp malt unter anderem mit fluoreszierenden Farben. Im Zusammenspiel mit Schwarzlicht entfalten die teils abstrakten, teils figürlichen Darstellungen so dann besonders effektvoll ihre Wirkung.

Ich will dem Betrachter nicht zu viel vorgeben.
Adi Bopp, Künstler

Titel für die Bilder gibt es nur vereinzelt. „Ich will dem Betrachter nicht zu viel vorgeben“, sagt Bopp. „Jeder sieht auf einem Bild ja andere Dinge, auf jeden wirken bestimmte Details, das ist ganz individuell.“

Details geben Bopps Bilder in der Tat viele her. Da sind beispielsweise die echten Wasserpflanzen, die er in sein Triptychon eines Karpfens eingearbeitet hat. Oder die Hände, die wie zufällig die Brüste einer Frau bedecken.

So gezielt, wie Bopp solche Dinge in seinen Werken einarbeitet, so gern überlässt er auch manches dem Zufall, beispielsweise bei den Bildern, die mit seiner sogenannten „Böller-Technik“ entstanden sind. „Ich gebe Farbe in ein Rohr, stecke einen Böller in das Rohr und dann schießt vorne die Farbe raus.“ Er lächelt. „Klingt vielleicht ein bisschen merkwürdig – aber es sieht super interessant aus.“

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