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Dringlichste Probleme in Priorisierungsstufe ab 2021

Millioneninvestition für zahlreiche Mängel in der Ortsmitte von Rheinstetten-Forchheim

Ähnlich wie in Mörsch soll es für Forchheim ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) geben – aufgrund von städtebaulichen Missständen im Bereich der Ortsmitte Forchheim. Dazu hat der Gemeinderat den Weg frei gemacht.

Umgestaltet und aufgewertet werden sollen Hauptstraße und Busplatz in Forchheim im Zuge von Sanierungsmaßnahmen in der Stadtmitte. Foto: krk Foto: Ulrich Krawutschke

Einstimmig wurde dafür das Untersuchungsgebiet „Stadtmitte Forchheim“ festgelegt, das im Wesentlichen von Sofienstraße, B36, Kraichgaustraße, dem Festplatzgelände und dem Gebiet um Ufgauhalle und Sportplätzen sowie der Adlerstraße begrenzt wird. Südlich der Sofienstraße ist gegenüber der bisherigen Planung noch die Fläche um die Rupprecht-Schule aufgenommen worden.

Rheinstetten will für das Untersuchungsgebiet in das Förderprogramm der städtebaulichen Erneuerung kommen. Dazu waren vorbereitende Untersuchungen erforderlich, die das Ausmaß der notwendigen Sanierungen ermittelt haben und Grundlage für ein Neuordnungskonzept im Plangebiet sind. Damit beauftragt war die Kommunalentwicklung (KE) Stuttgart.

Umfassende Befragung

Zur Untersuchung gehörte auch eine umfassende Befragung von Eigentümern, Mietern und Pächtern von Grundstücken und Gebäuden. Der ISEK-Bericht zeigt Notwendigkeit und Chancen der Sanierung auf und beinhaltet ein Neuordnungskonzept. Als Missstände ermittelt wurden Gestaltungsmängel in der Hauptstraße sowie der Karlsruher Straße im Kreuzungsbereich (Bahn- und Bushaltestelle) der Straßen. Bemängelt werden schlechter Straßenzustand und unzureichende Gliederung.

Vorgeschlagen wird die Abstufung der K3581 zur kommunalen Straße. Bemängelt wird die schlechte Gebäudesubstanz der Ufgauhalle sowie vieler privater Gebäude. Modernisierungsbedarf bestehe für Halle, katholischer Kindergarten und Rupprecht-Schule, zudem gebe es Gestaltungsmängel besonders am Festplatz, hohen Versiegelungsgrad und ungeordnete Stellplatzsituation.

Ziele sind auch Schaffung von Wohnraum, Erhalt von Einzelhandel und Dienstleistung in der Hauptstraße sowie Modernisierung der ehemaligen Gaststätte Adler. Aufgewertet werden soll auch die Karlsruher Straße, unter anderem durch Verlegung der Bahnhaltestelle und Aufwertung des Platzes, verkehrsberuhigende Maßnahmen und Neuordnung der Gehwege. In der Hauptstraße soll die „Alte Schule“ als Archiv umgenutzt, in der Kraichgaustraße das alte Feuerwehrhaus für den Stadtbetrieb umgerüstet werden. Zur Verbesserung der Infrastruktur sollen in Karlsruher und Hauptstraße Fahrradstreifen integriert und Baumquartiere gestaltet werden. Auch private Grünflächen sollen – bezuschusst – ökologisch aufgewertet werden.

Stadt hofft auf Zuschuss von über 4 Millionen Euro

Insgesamt fallen, so Bürgermeister Michael Heuser, in der ersten Priorisierungsstufe 2021 rund 6,8 Millionen Euro an Kosten an, die Stadt hofft auf rund 4,1 Millionen Euro Zuschuss, in der zweiten Stufe in Folgejahren sind es 4,3 Millionen Euro. Programmaufnahme ist laut Heuser um Ostern 2021. Für die Modernisierung der Ufgauhalle werden Mittel aus dem Investitionspakt Sportstätten (IVS) beantragt.

Die Gesamtkosten für die von Februar 2022 bis Dezember 2023 geplante Modernisierung liegen bei etwa 4,6 Millionen Euro. Aus dem IVS sollen für den Sportanteil der Hallennutzung 1,8 Miilionen fließen. Für die Anwohner kündigte Heuser eine Infoveranstaltung an. Die Zustimmung durch den Gemeinderat war einstimmig ohne Diskussion.

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