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Neue Multifunktionsfläche

Die ehemalige Landebahn bei der Messe Karlsruhe soll verschwinden

Parkplätze für Lkw und Pkw, dazu E-Ladestationen, könnten auf einer neuen Multifunktionsfläche bei der Messe Karlsruhe in Rheinstetten entstehen.

Für die Multifunktionsfläche sind Neuregelungen für die Wasserversickerung und die Beleuchtung erforderlich. Foto: Ulrich Krawutschke

Im Oktober 2020 hatte der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) Rheinstetten die zweite Änderung des Bebauungsplanes Gewerbegebiet Neue Messe beschlossen (wir berichteten), danach erfolgte eine Offenlage mit Anregungen der Karlsruher Messe und Kongress (KMK) GmbH, die nun in jüngster Sitzung der Kommunalpolitiker erneute Beratung erforderlich machte.

Hintergrund der Änderung ist, dass die bisher von der Messe genutzte ehemalige Landebahn des Flughafens Forchheim und deren Zurollwege bis September 2021 zurückgebaut werden sollen.

Ziel der Änderung des Bebauungsplanes ist nun, die bisher schon gelegentlich für Veranstaltungen genutzte Fläche (derzeit Parkplatz fürs Impfzentrum in der Messe) als Multifunktionsfläche auszuweisen. Dort sollen künftig ganzjährig nutzbare Parkplätze für Lkw und Pkw sowie eine in der Fläche begrenzte bauliche Nutzung möglich sein. Als Ausgleich soll die rückgebaute Fläche der Landebahn ökologisch hochwertig gestaltet werden.

Versickerung von Niederschlagswasser wichtiges Thema

Sigrid Telpl vom Bauamt der Stadt Rheinstetten erläuterte die eingegangenen Anregungen der KMK im Ausschuss. In erster Linie dreht es sich um Flächen für Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser. Gelten soll, so Telpl, dass für die Befestigung von Flächen, von denen nicht die Gefahr des Eintrags wassergefährdender Stoffe ausgeht, wasserdurchlässige Materialien zulässig sind.

Lkw-Stellplätze müssen jedoch wasserundurchlässig ausgebildet werden. Niederschlagswasser von Flächen ohne wassergefährdende Stoffe soll auf dem Grundstück in Mulden versickern, das von Lkw-Stellplätzen muss in die vorhandene Regenwasserkanalisation geleitet werden.

Auf Dachflächen dürfen keine Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen betrieben werden. Ausnahmen seien nur im Einvernehmen mit dem Amt für Umwelt und Arbeitsschutz beim Landratsamt möglich.

Grundsätzlich, so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, sei eine bauliche Nutzung der Flächen (zum Beispiel auch E-Ladestationen) erst nach Rückbau der Landebahn möglich, zudem sei diese immer mit dem Flächenverpächter Stadt Rheinstetten abzustimmen. Vom Rückbau sei die angrenzende Golfanlage nicht betroffen.

Außenbeleuchtung wird erforderlich

Eine weitere Neuregelung betrifft die Außenbeleuchtung der Multifunktionsfläche, die aus Sicherheitsgründen erforderlich sei. Das Karlsruher Ingenieurbüro Bender + Urich hat dazu die Planung erstellt. Die Lichtstrahlung muss in Richtung Boden gehen, und die Leuchten müssen zum Schutz von Insekten und Fledermäusen geschlossen sein.

Vorgesehen ist ein warmtoniges Licht. Erwartet wird, dass von März bis Oktober etwa 25 bis 40 Stunden Beleuchtungsdauer anfallen. Eine nächtliche Beleuchtung soll es nur bei Veranstaltungen bis eine Stunde nach deren Ende geben. Die Neuregelungen wurden vom AUT mehrheitlich als Empfehlung an den Gemeinderat beschlossen.

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