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Kein einfaches Projekt

Rheinstetten will ein neues Wohngebiet entwickeln

Die Stadt Rheinstetten will auf einer noch unbebauten Fläche im Forchheimer Gebiet Kirchbühl ein Wohngebiet entwickeln. Dort sollen Mehrfamilien-, Einfamilien- und Reihenhäuser entstehen.

unbebautes Grundstück
Die Grün- und Waldfläche in Forchheim soll Baugebiet werden. Foto: Ulrich Krawutschke

Das vier Hektar große Plangebiet zieht sich von der Karlsruher Straße (etwa in Höhe Sportfreunde Forchheim) bis zur Rosenstraße am Gestadebruch zum Tiefgestade. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) haben Sigrid Telpl von der Bauverwaltung und Stefan Ursprung von der KBB GmbH Baden-Baden, die mit der Baugebietsentwicklung und der Erschließung beauftragt ist, das Projekt erneut vorgestellt. Der AUT sollte für die Umsetzung und den städtebaulichen Vertrag eine Empfehlung an den Gemeinderat geben, der letztendlich entscheidet.

Das Projekt sei nicht einfach, so Ursprung, denn die Gesamtfläche teilen sich die Stadt (7.500 Quadratmeter) und 91 private Grundstückseigentümer, mit denen die KBB, so Ursprung, mittlerweile Gespräche geführt hat. Es liegen mehrere Planvarianten vor, die zusammen mit dem Rheinstettener Architekturbüro Bernd Bistritz entwickelt wurden.

Mehrheitlich entschied sich der Ausschuss für die Variante, die mit Anbindung an Karlsruher und Rosenstraße eine ringförmige Erschließung vorsieht. Geplant sind entlang der Karlsruher Straße zwei große Mehrfamilienhäuser und dahinter zwei Mehrfamilien-Punkthäuser.

Suche nach Ausgleichsflächen läuft noch

Weiter gibt es im Gebiet mit einem grünen Band in der Mitte 18 Einfamilien- und 24 Reihenhäuser sowie sechs Doppelhaushälften. Bevor der eigentliche Planungsprozess beginnt, „in dem dann erst die tiefergreifenden Regelungen festgelegt werden“, so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (CDU), müssen noch einige vorbereitende Schritte erfolgen.

Dazu zählen etwa die Suche nach Ausgleichsflächen für die rund 1,5 Hektar Wald in dem Baugebiet, die Erstellung eines Bodenschutzkonzeptes und artenschutzrechtliche Untersuchungen, die mit Blick auf geschützte Arten und die Nähe zu FFH-Schutzgebieten erforderlich sind. Vorgesehen ist im Gebiet die Nutzung von Fernwärme, wobei Sigrid Telpl zweifelte, ob dies bei Einfamilienhäusern sinnvoll sei.

Andreas Rottner (CDU) plädierte wie die anderen Sprecher für die Variante sechs. Auf seine Frage nach Ausgleichsflächen sagte Ursprung: „Ich habe noch keine konkreten Flächen dafür.“ Manfred Rihm (ULR) wollte wissen, was mit den Grundstücksbesitzern geschieht, auf deren Flächen Wald stehen bleibt. „Die Waldfläche wird umgelegt“, beruhigte Ursprung.

Ob die Anbindung an die Rosenstraße nötig sei, wollte Hans-Peter Kleß (SPD) wissen. Bei der Ringlösung, auf die grundsätzlich verzichtet werden könnte, sei die Anbindung dennoch sinnvoll, falls es irgendwo zu Störungen des Verkehrs komme. Luca Wernert (Grüne) sah zwar auch am ehesten Variante sechs, sprach sich jedoch gegen das Baugebiet aus, weil dadurch eine Frischluftschneise zugebaut werde. Auch sah er nicht ausreichend geklärt, wie das Gebiet in die Stadtentwicklung integriert werden könne und welche Auswirkungen es auf die Infrastruktur – beispielsweise Kindergartenplätze – habe.

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