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Einstiger Erfolgscoach kommt wieder

Rudel-Rückkehrer: Aleksandar Scepanovic wird Trainer bei den PS Karlsruhe Lions

Mit Aleksandar Scepanovic sind die PS Karlsruhe Lions vor vier Jahren in die Zweite Basketball-Bundesliga aufgestiegen. Der Coach wechselte dann zum Mitteldeutschen BC in die Bundesliga, wo sein Engagement nun endete – und der Weg zurück zu den Lions frei war.

Gibt wieder bei den Lions die Richtung vor: Trainer Aleksandar Scepanovic kehrt nach vier Jahren beim Mitteldeutschen BC zurück zum Karlsruher Basketball-Zweitligisten. Foto: Jan Hübner/imago-images

Ab 2014 surften die PSK Lions auf einer Erfolgswelle, die den Karlsruher Club 2017 bis in die Zweite Basketball-Bundesliga gespült hat. Ausgerechnet derjenige, der an den letzten beiden Schritten des Serien-Aufsteigers entscheidend mitgewirkt hatte, sorgte dann aber für einen Stimmungs-Dämpfer: Headcoach Aleksandar Scepanovic wechselte als Assistent zum Mitteldeutschen BC und in die Bundesliga (BBL). Nun kehrt der Kroate zurück.

„Das hat uns damals schon getroffen“, sagt PS-Abteilungsleiter Danijel Ljubic. Gleichwohl war das Tischtuch zwischen den beiden Landsmännern nicht zerschnitten, „der Kontakt immer da“.

Als Ljubic hörte, dass Scepanovics Vertrag nach vier Jahren beim MBC nicht verlängert werden würde, reifte die Idee, es im fünften Zweitliga-Jahr der Lions mit alten Bekannten an der Seitenlinie zu versuchen. Und der hatte Lust dazu.

Das war ein logischer Gedankengang.
Danijel Ljubic, PSK-Abteilungsleiter

„Das war ein logischer Gedankengang“, sagt Ljubic. Scepanovic, dem in Karlsruhe ein zunächst sehr erfolgreicher Michael Mai als Coach nachfolgte, habe bei den Lions in seinen zwei Jahren gute Arbeit geleistet und nun in der Bundesliga viel Erfahrung gesammelt. „Wir wissen, was er drauf hat. Und er ist sicher noch besser geworden“, denkt Ljubic über den 38-Jährigen, der damals in die Erste Liga gegangen war, um dort eventuell auch eine Chance als Cheftrainer zu erhalten. Die erhielt der frühere Aufbauspieler zweimal, rückte aber jeweils wieder ins zweite Glied zurück.

„Es waren sehr interessante Jahre für mich in der BBL und eine wirklich großartige Erfahrung“, sagt Scepanovic, „ich habe mit sehr vielen Spielertypen zusammengearbeitet, auch viele verschiedene Coaching-Styles kennengelernt“. Scepanovic, eher Trainertyp „harter Hund“, sei beim MBC gereift. „Es geht ja darum, dass du Dinge, die du in der Vergangenheit gelernt hast, versuchst, besser zu machen“, sagt der Coach.

Wertvolle vier Jahre beim MBC

Die Zeit beim MBC in Weißenfels in Sachsen-Anhalt sei in dieser Hinsicht wertvoll gewesen. „Wie kommunizierst du mit den Spielern, wie kriegst du sie auf deine Seite?“, zählt Scepanovic auf. Alles mit dem Ziel, die Mannschaft so anzuleiten, dass sie sich bestmöglich als Einheit präsentieren kann.

Bei den Lions, die seine erste Station als Cheftrainer waren, will Scepanovic nun den Weg fortsetzten, von dem er vor vier Jahren abgegangen ist. Vorrangige Aufgabe sei es, den Club durch die schwierigere Pandemie-Situation zu manövrieren. „Der nächste Schritt ist es dann, an höhere Ziele zu denken“, sagt der Coach.

DeVoe soll als Assistent möglichst gehalten werden

Dass es die Lions nach anderthalb Jahren mit dem jungen Samuel DeVoe und dem erfahrenen Drazan Salavarda mit einem neuen Trainer versuchen würden, hatte sich angedeutet. Letztlich funktionierte das Duo nicht wie erhofft, insbesondere vergangene Saison hatte man sich angesichts des zumindest auf dem Papier vorhandenen Potenzials des Kaders ein etwas besseres Resultat gewünscht.

Dem 29 Jahre jungen DeVoe fehlte am Ende noch etwas die Erfahrung, Salavarda ist gesundheitlich angeschlagen. „DeVoe würden wir gerne als Assistent behalten, ich halte einiges von ihm“, betont Ljubic, auch PSK-Urgestein Salavarda solle „definitiv eingebunden bleiben“.

Scepanovic erhält zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag

Mit Scepanovic, der am Dienstagabend aus Istrien eintraf und einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieb, wird Ljubic in den nächsten Tagen auch die finale Mannschaftsplanung besprechen. Center Maurice Pluskota, der in sein fünftes Lions-Jahr geht und Shooting Guard Daniel Norl, für den es die dritte Saison in Karlsruhe wird, stehen wie auch die jungen Nils Schmitz und Emil Marshall weiter im Kader. Erster Neuzugang ist der aus Durlach stammende Tom Alte. Der 26 Jahre alte Center spielte zuletzt beim Liga-Rivalen Baskets Paderborn. Start der Vorbereitung ist am 9. August.

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