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Traditionelle Geschlechterrollen

Schluss mit Rosa oder Hellblau: Ist genderneutrale Erziehung in Karlsruhe möglich?

Wenn Jungs mit Puppen spielen und Mädchen Bagger fahren: Immer mehr Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder in traditionellen Geschlechterrollen aufwachsen. Kann das funktionieren? Und: Ist das überhaupt gut?
6 Minuten

„Wir waren nicht auf ein Geschlecht eingestellt, sondern auf ein Kind”, sagt Johannes Becker aus Karlsruhe-Wolfartsweier. Er und seine Frau Irina Castillo haben eine zweijährige Tochter. Dass es ein Mädchen wird, wussten sie bis zur Geburt nicht. Sie wollten es auch nicht wissen. Im Gegensatz zu Eltern, Freunden, Bekannten und sogar einigen Fremden, die immer wieder fragten: „Was wird es denn?”

„Manche wurden sogar richtig böse”, erinnert sich Castillo. Sie wüssten nicht, was sie schenken sollten, hieß es dann. Etwas in Rosa oder etwas in Blau? „In Wirklichkeit ging es nicht um die Farbe”, so die Karlsruherin rückblickend. „Es ging um die Zuteilung von Geschlecht. Was ein Mädchen zu tragen hat, womit es zu spielen hat. Es ging um das, was hinter der Farbe steht.”

Ähnliche Erfahrungen machten auch Nicole Schneider (Name v. d. Redaktion geändert) aus Karlsruhe und ihre Frau. „In der Schwangerschaft mit meiner Tochter ist mir aufgefallen, wie stark die Gesellschaft einfordert, dass ein Geschlecht festgelegt wird”, sagt Schneider.

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