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Ende 1947 ist die Kaiserstraße trümmerfrei

Schuttbahn hilft in Karlsruhe beim großen Aufräumen nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Trümmerräumung nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine Mammutaufgabe. In Karlsruhe kommt eine Schuttbahn zum Einsatz. Zeitweise transportieren Dampfzüge die Schuttmassen direkt aus der Kaiserstraße zum Rheinhafen.

In Karlsruhe ist für die großflächige Räumung dreieinhalb Jahre lang eine Schuttbahn im Einsatz. Hier wird in der östlichen Kaiserstraße aufgeräumt. Foto: Stadtarchiv Karlsruhe, Bildarchiv Städtische Bildstelle

Mit Pickeln und Schaufeln bahnen sich Männer den Weg in zerstörte Häuser. Auf den Gehwegen in der westlichen Kaiserstraße türmt sich Schutt. Tief gräbt ein Bagger seine Zähne in die Halden. Gleich darauf lässt der Greifer seine Last in die Loren der Karlsruher Schuttbahn gleiten. „Schöner wäre es, wenn es Kartoffeln wären“, seufzt der Bauführer.

Zwei Jahre nach Kriegsende ist Nahrhaftes noch immer Mangelware. Trümmer hingegen gibt es im Überfluss. Und das, obwohl die Schuttbahn bis zum Spätsommer 1947 schon eine halbe Million Kubikmeter aus der Innenstadt zum Rheinhafen transportiert hat. Bei der „Aufräumungs-Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe“ (AAK) ist man stolz auf diese Leistung.

Von einer „Erfolgsgeschichte“ bei der Enttrümmerung spricht der Historiker Manfred Koch. „Bereits 1947 galt Karlsruhe als die am besten geräumte Stadt“, erläutert er im Buch „Karlsruhe. Die Stadtgeschichte“.

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