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„Sie sind gefährlich“

So sollen die Behörden Zwangseinweisungen für Quarantäne-Verweigerer umsetzen

Quarantäne-Verweigerer können in Baden-Württemberg künftig in Krankenhäuser zwangseingewiesen werden. Es handelt sich bloß um wenige Fälle, betont das Sozialministerium. Doch gerade das sorgt bei der SPD und bei der FDP für Kritik am Vorgehen.

Wenn Menschen nicht in der angeordneten Quarantäne, sondern unterwegs sind, soll in Baden-Württemberg künftig nach Bußgeldern auch die Zwangseinweisung in die Quarantäne möglich gemacht werden. Foto: David Inderlied/dpa

Wer sich trotz Anweisung der Corona-Quarantäne verweigert, kann in Baden-Württemberg künftig zwangsweise eingewiesen werden. In diesen Tagen führt das Land Gespräche mit Krankenhäusern, bis Sonntag sollen zwei bis drei Standorte feststehen. „Es ist das letzte und schärfste Schwert, das man hat“, sagt Markus Jox, Sprecher des Sozialministeriums. „Es geht nur um Menschen, die sich absolut nicht daran halten. In Baden-Württemberg ist das eine überschaubare Größe.“

So gebe es vereinzelt Menschen, die trotz Quarantäne-Anweisung, Ermahnung und Bußgeld mutwillig auf die Straße gehen oder sich einen Spaß daraus machten, Menschen anzuhusten. Auch gebe es Obdachlose, die während der Quarantäne nicht in der vorgesehenen Unterkunft blieben. Sie sollen künftig, wenn Bußgelder nicht mehr greifen, eingewiesen werden können.

Laut Jox kommen Krankenhäuser infrage, die Zwangseinweisungen bereits gewohnt sind, etwa von Menschen im Drogenrausch. Bei einer Verteilung der Standorte in Baden-Württemberg mache es Sinn, dass eines der Krankenhäuser im Badischen liege. Sicherheitspersonal solle die Standorte unterstützen.

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