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Selbsthilfegruppe tut Betroffenen gut

Teufelskreis der Angst: Was Soziale Phobie mit Betroffenen macht – ein Karlsruher berichtet

Als „schüchtern“ galt der 54-jährige Peter, der nach zwei Beziehungen inzwischen wieder als Single in Karlsruhe lebt, schon als Grundschüler. Irgendwann wurde ihm klar: Er leidet an einer Sozialen Phobie.

Menschen mit einer Sozialen Phobie fürchten, von anderen Menschen als merkwürdig, peinlich oder gar lächerlich empfunden zu werden. Auch in größeren Menschenansammlungen fühlen sie sich unwohl. Foto: Robert Kneschke/Adobe Stock

Vor neun Jahren erhielt Peter (Name geändert) von einer Psychologin die Diagnose, die sein jahrzehntelanges Leiden endlich in Worte fasste: „Soziale Phobie“. Bislang hatte er geglaubt, er sei „nur“ schüchtern wie viele andere auch.

„Ich war vor vielen Situationen geflüchtet, die an sich völlig harmlos sind: Geburtstagsfeiern, die Weihnachtsfeier am Arbeitsplatz, private Treffen mit Kollegen…“ Einerseits sehnte er sich nach sozialen Kontakten, andererseits war die Angst aber so groß, dass er sich nicht traute. Die Folge: Eine immer schlimmer werdende Einsamkeit.

Als „schüchtern“ galt der heute 54-Jährige, der nach zwei Beziehungen inzwischen wieder als Single in Karlsruhe lebt, schon als Grundschüler. „Meine Mitarbeitsnoten waren so schlecht, dass mein Verhalten sogar Thema auf dem Elterntag der Schule war. Meine Mutter sagte zu mir: ‚Du bist schüchtern, das ändert sich im Laufe der Jahre…‘. Ich habe das so angenommen.“

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