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Festakt zum Jubiläum

„Kreativer Impulsgeber“: Sportkreis Karlsruhe blickt an seinem 75. Geburtstag in die Zukunft

Förderung des Leistungssports, Hilfestellungen für Athleten wie Clubs, Organisation des Sportabzeichens: Die Aufgaben des Sportkreises Karlsruhe sind vielfältig. Am Donnerstagabend feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen.

Sieht „genügend herausfordernde Aufgaben“: Andreas Ramin, der Vorsitzende des Sportkreises Karlsruhe, beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen. Foto: Markus Gilliar/GES

Eine 75-Jahr-Feier ist Anlass zurückzublicken – noch vielmehr aber, nach vorne zu schauen. Also richtete Andreas Ramin bei dem vom Auftritt der Sportgymnastik-Gruppe des SSC aufgelockerten Festakt des Sportkreises Karlsruhe die Blicke in Richtung Zukunft.

Eine Zukunft, „die herausfordernder denn je ist, weil wir uns mitten in einer gesellschaftlichen und ökologischen Transformation befinden“, sagte der aktuelle Vorsitzende des sportlichen Geburtstagskindes am Donnerstagabend im Lichthof des BGV.

Martin Lenz, Sportbürgermeister und Präsident des Badischen Sportbundes (BSB), hob in seinem Grußwort die „kommunale Kraft“ des Sportkreises hervor und verband die Glückwünsche aus dem Rathaus mit der Hoffnung, „dass wir weiter mit euch große Sprünge machen können“. Als BSB-Präsident brachte Lenz zudem noch einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro mit.

Knut Bühler, Erster Landesbeamter im Landratsamt, erklärte, wie wichtig die Sportkreise als Partner seien, etwa im wachsenden Bereich der Gesundheitsprävention. Dort ist der Sportkreis auch mit dem Konzept „In Schwung“ aktiv – ein Angebot, das sich an ältere Menschen richtet.

„Karlsruher Erfolgsmodell“ der besitzenden Vereinen

Thomas Rößler, der Vorsitzende des Fußballkreises, hob die Funktion des Sportkreises „als Bindeglied“ zwischen Vereinen und Verbänden hervor. Kanu-Stützpunkttrainer Detlef Hofmann wies auf das einzigartige „Karlsruher Erfolgsmodell“ der „besitzenden Vereine“ hin. „Ein Modell, das heißt: Die Stadt investiert direkt in ihre Vereine“, so Hofmann.

Ramin rückte in seiner Rede vor allem zwei Aspekte in den Fokus: den sozialen und den einer umfassenden Nachhaltigkeit. Mehr denn je habe sich in der Pandemie gezeigt, „dass die Grundausrichtung des Sports eine soziale ist“. Also: gesellschaftlich, gemeinnützig, hilfsbereit, karitativ. selbstlos.

Der Sport, auch in seinen individuellen Ausprägungen, ist auf das Du ausgerichtet.
Andreas Ramin, Vorsitzender Sportkreis Karlsruhe

„Der Sport, auch in seinen individuellen Ausprägungen, ist auf das Du ausgerichtet“, betonte Ramin, der daraus folgende „Handlungsfelder“ für den Sportkreis sieht: Die Vereinslandschaft müsse in ihrer Gemeinwohl-Ausrichtung gestärkt und ihre finanzielle Handlungsfähigkeit abgesichert werden.

Und Vereine müssten als ein „Ort der Zusammenkunft aller Menschen unabhängig ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung erhalten und weiterentwickelt“ werden.

Nachhaltige Entwicklung in vielen Feldern

Zudem ging Ramin auf die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung ein, und zwar in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Sozialem und der Politik. „Es geht um das Aushandeln von Interessenskonflikten in einer wachsenden Stadt bei knapper werdenden finanziellen und räumlichen Ressourcen unter Berücksichtigung von sozialer und Umweltverträglichkeit“, erklärte Ramin, der Schulleiter des Otto-Hahn-Sportgymnasiums.

Im Rahmen einer nachhaltigen Sportentwicklung müsse der Sportkreis „kreativer Impulsgeber“ sein. Jedenfalls, so schloss Ramin: „Genügend herausfordernde Aufgaben also bis zum 100. Jubiläum.“

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