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Harter Schnitt

Staatstheater in Karlsruhe kündigt Generalintendant Spuhler mit sofortiger Wirkung

Mit einem harten Schnitt will der Verwaltungsrat die Führungskrise am Staatstheater Karlsruhe beenden: Generalintendant Peter Spuhler wird gekündigt.

Überraschend schnell wird nun die Amtszeit von Peter Spuhler als Generalintendant in Karlsruhe beendet. Foto: Uli Deck/dpa

Damit war nicht zu rechnen gewesen: Die Amtszeit von Peter Spuhler als Generalintendant am Badischen Staatstheater Karlsruhe endet nicht zum Saisonende mit einer einvernehmlichen Vertragsauflösung, sondern sofort per Kündigung.

Dies ist einer kurzen Pressemitteilung zu entnehmen, die das Kunstministerium Baden-Württemberg am Donnerstagnachmittag veröffentlicht hat.

Darin heißt es: „Der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters hat in einer Sondersitzung am Mittwoch (7. Juli) in Karlsruhe Peter Spuhler mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt als Generalintendant abberufen.“ Die Entscheidung des Gremiums sei ohne Gegenstimme erfolgt.

Ministerium nennt keine Details

Zum Vorgehen heißt es weiter: „Das Dienstverhältnis wurde außerordentlich gekündigt. Da es sich um eine Personalangelegenheit handelt, werden weitere Informationen und Details dazu nicht bekanntgegeben.“

Spuhler war seit 2011 Generalintendant des Staatstheaters. Sein Vertrag war vom Verwaltungsrat noch im Mai 2019 um eine dritte Fünf-Jahres-Tranche verlängert worden, so dass er bis 2026 gelaufen wäre. Der Theaterchef war in die Kritik geraten, seit im Sommer 2020 zahlreiche frühere und derzeitige Mitarbeiter des Theaters schwere Vorwürfe gegen sein Amtsführung von Spuhler erhoben hatten.

Im November noch keine rechtliche Grundlage für Trennung?

Im November 2020 beschloss der Verwaltungsrat, sich zum Ende der laufenden Saison von Spuhler zu trennen. Damals hieß es, für eine sofortige Trennung gebe es keinerlei rechtliche Grundlage. Die besagte dritte Vertragstranche sollte aufgelöst werden, seine Amtszeit sollte zum 31. August 2021 enden. Von den hierzu erfolgten Verhandlungen waren in den vergangenen Monaten aber keinerlei Bewegung vermeldet worden.

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