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Lichtblick nach dem Krieg

Währungsreform 1948 in der Region Karlsruhe: Als die Ladenregale plötzlich voll wurden

Das neue Wirtschaftsleben in Deutschland nach dem Krieg erforderte einige radikale Maßnahmen, um das Erbe der Nazi-Zeit zu überwinden. Eine von ihnen war die Währungsreform 1948, mit der die D-Mark eingeführt wurde. Viele Zeitzeugen haben schöne Erinnerungen an jenen Sommer.
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Fritz Pechovsky traut seinen Augen und Ohren nicht. Der junge Mann erholt sich gerade nach einer Operation im Karlsruher Krankenhaus, als seine Mutter das Zimmer betritt. „Du kannst dir nicht vorstellen, Fritz, die Auslagen sind voll“, sagt sie fröhlich und – welch ein Wunder – reicht ihm ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

Wem dies trivial erscheint, muss bedenken, dass wir uns in einer lang vergangenen Zeit befinden. Genauer gesagt, am Tag der Währungsreform in Deutschland. Fritz Pechowsky ist heute 95, doch der Ettlinger erinnert sich noch im Detail an den historischen 20. Juni 1948 und jenes Tortenstück.

Ein vorher undenkbarer Luxus, der dem damals 22-Jährigen nach der OP nicht bekommt. „Ich habe die Torte sofort weggeputzt und hatte dann furchtbare Koliken“, sagt Pechowsky.

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