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Begrenzter Service

Wann öffnet die Stadtbibliothek Karlsruhe wieder?

Absperrbänder rund um die Sitzgelegenheiten, Abstandsmarkierungen auf dem Boden, Plexiglasscheiben vor den Schaltern: So wird es in den städtischen Bibliotheken wohl aussehen, wenn sie schrittweise wieder geöffnet werden dürfen. In Karlsruhe ist man vorbereitet.

Begrenztes Lesevergnügen: Jan Roth und Anastasia Keppel sperren in der Stadtbibliothek im Ständehaus alle Sitzgelegenheiten ab. Nur Ausleihe ist möglich Foto: Jörg Donecker

Absperrbänder rund um die Sitzgelegenheiten, Abstandsmarkierungen auf dem Boden, Plexiglasscheiben vor den Schaltern: So wird es in den städtischen Bibliotheken wohl aussehen, wenn sie schrittweise wieder geöffnet werden dürfen.

Wann das sein wird, steht derzeit noch nicht fest. „Wir würden uns sehr freuen, wieder öffnen zu dürfen, aber die Gesundheit geht natürlich vor“, sagt Andrea Krieg, Direktorin der Stadtbibliothek Karlsruhe. „Wir sind soweit vorbereitet, dass wir aufmachen können.“ Einer Öffnung bereits am kommenden Dienstag habe die Stadtverwaltung aber eine klare Absage erteilt. Dann werde es zunächst eine weitere Abstimmungsrunde geben, so Krieg.

„Die Nachfrage und der Bedarf sind groß“, sagt Andrea Krieg. Viele Menschen warteten schon sehnlichst darauf, wieder ein neues Buch ausleihen zu können. Eine Öffnung der Büchereien werde stufenweise geschehen: Zunächst könnten die zentrale Stadtbibliothek im Ständehaus sowie die Stadtteil-Bibliotheken im neuen Bürgerzentrum Mühlburg sowie in Grötzingen und Durlach geöffnet werden.

Absperrungen für die Einhaltung des Sicherheitsabstands

Zum Einstieg allerdings mit stark reduziertem Service. „Wir müssen darauf achten, dass sich nur wenige Menschen in den Räumen aufhalten“, sagt Krieg. Deshalb sei zunächst lediglich die Rückgabe und die Ausleihe von Büchern und anderen Medien möglich. „Alles andere, etwa sich schön lange in der Bibliothek aufzuhalten, Zeitung zu lesen und zu schmökern oder im Internet zu surfen, geht nicht.“ Es werde in der ersten Zeit viele Einschränkungen geben. „Aber die positive Nachricht ist: Man kann sich Bücher, Hörbücher oder DVDs ausleihen. Man kommt und sucht sich etwas aus.“

Hinweise, Trennbänder und Bodenmarkierungen sollen, wie schon aus Supermärkten oder Apotheken bekannt, auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes hinweisen. „Und leider haben wir alle Sitzmöbel absperren müssen“, sagt Krieg. „Wir können nicht erlauben, dass sich jemand zehn Minuten oder länger am Regal aufhält.“ Das Lesecafé werde vorerst ganz gesperrt.

Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken sind (noch) nicht Pflicht

Zusätzlich werden Plexiglasscheiben vor den Schaltern und zwischen den Verbuchungsanlagen aufgebaut. Die einzelnen Medien zu desinfizieren, sei nach aktuellem Stand nicht notwendig. „Die Infektionsgefahr wird als gering eingeschätzt“, so Krieg. Wer es für sich selbst möchte, könne aber mit ein paar Tropfen Desinfektionsmittel und einem Tuch über die ausgeliehenen Bücher wischen. „Das halten die aus.“ Den Mitarbeitern im Kundenservice lege man nahe, eine Mundschutzmaske zu tragen. „Wir freuen uns auch, wenn die Kunden das tun.“ Eine Pflicht werde es aber erst geben, wenn die Stadtverwaltung Entsprechendes beschließt.

In einem weiteren Schritt könnten dann die übrigen Stadtteilbibliotheken öffnen, schätzt Krieg. Für den Medienbus allerdings brauche es ein neues Konzept. „Wir müssen davon ausgehen, dass durch den großen Andrang die bisherige Haltezeit von etwa einer Dreiviertelstunde nicht eingehalten werden kann.“

Die Kinder- und Jugendbibliothek kann in den kommenden 14 Tagen nicht öffnen, denn sie wird gerade neu möbliert. „Das war unabhängig von Corona schon seit mehr als einem Jahr so geplant“, so Krieg. Generell werde man zunächst jüngere Kinder bis zehn Jahren nur in Begleitung Erwachsener in die Bibliotheken lassen.

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