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Arbeiten im Tiny-House

Atelier ist für Künstlerin aus Oberderdingen wie eine Insel

Seit 1995 präsentiert Helga Essert-Lehn aus Oberderdingen ihre Werke bei Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Mit kindlicher Neugierde drängt es sie aktuell besonders zu Skulpturen.

Helga Essert-Lehn in ihrem Atelier in Flehingen.
Helga Essert-Lehn in ihrem Atelier in Flehingen. Dort, in einem 110 Quadratmeter großen Tiny-Haus, herrscht stets eine Grundordnung. Foto: Claudia Pospieszczyk

Mit den Bildern von Helga Essert-Lehn erlebt man seine eigenen Geschichten. Die Werke der Flehinger Künstlerin sind oftmals vielschichtig. Erst bei genauerer Betrachtung sieht man, wo bei ihren Collagen ein Foto endet und wo die Malerei beginnt. „Ich bin eine Bildhauerin in der Malerei und schnitze quasi das Bild aus dem Hintergrund heraus“, beschreibt die 54-Jährige ihre Arbeitsweise.

Kunsttherapeutin an Brettener Rechbergklinik

Die gebürtige Heidelbergerin studierte Malerei, Bildhauerei und Kunsttherapie an der Alanus Hochschule Alfter bei Bonn. In ihrer Heimatgemeinde Oberderdingen engagiert sie sich unter anderem als Vorsitzende des Vereins „KulturDreieck“. Außerdem ist sie an der Brettener Rechbergklinik beschäftigt als Psycho-Onkologin und Kunsttherapeutin.

Seit 1995 präsentiert Helga Essert-Lehn ihre Werke bei Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. In ihrem Atelier in einem 110 Quadratmeter großen Tiny-Haus in Flehingen herrscht stets eine Grundordnung. „Das brauche ich für mich“, sagt die Künstlerin. Im Ateliergarten stehen während der warmen Monate ihre Skulpturen.

Im Gebäude selbst haben ältere und neuere Kunstwerke ebenso ihren Platz wie Rohmaterialien, Maschinen, Werkzeuge, Reisefundstücke oder Zeitungsausschnitte. „Mein Mann sagt scherzhaft, dass es hier ein Sammelsurium wie in einem Tante-Emma-Laden gibt“, erzählt Helga Essert-Lehn. Sie verdanke ihrem Mann sehr viel. „Er ist seit 37 Jahren meine mentale Stütze und hat mich ermutigt, den Weg in die Kunst zu gehen“, sagt sie.

Künstlerin drängt mit kindlicher Neugier zur Skulptur

Das Atelier ist für sie ihre Insel. An diesem Ort der höchsten Konzentration kann sich die Künstlerin komplett auf den Schaffensprozess einlassen. Mit kindlicher Neugierde drängt es sie aktuell besonders zu Skulpturen. „Ich gehe Metamorphosen nach und reize verschiedene Techniken aus“, sagt sie.

Aktuell arbeitet sie gerne mit Beton, Bronze, Ton, Wachs oder Gips, teilweise kombiniert in einem Kunstwerk wie bei ihren gehörnten Figuren. In ihren Bilder finden sich thematisch aktuell Verlaufsformen von Gewässern und Wasserspiegelungen.

Weitere Informationen unter www.essert-lehn.de im Internet.

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