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Drinnen und draußen

Kombi-Betrieb in der Badewelt Bretten gestartet: Die Obergrenze ist schnell erreicht

Der verspätete Start in die Freibadsaison wurde von den Brettenern noch eher verhalten aufgenommen. Die Aufnahme des Kombi-Betriebs am Wochenende mit Freibad und Hallenbad zusammen sorgte für weitaus größeres Besucheraufkommen.

Hinein ins Nass: Die Brettener sind glücklich, wieder schwimmen gehen zu können. Die Kapazitäten der Badewelt Bretten waren an beiden Wochenendtagen ausgelastet. Foto: Thomas Rebel

Die stetig sinkenden Infektionszahlen und Inzidenzen machten jüngst auch die Öffnung des Brettener Freibads möglich.

Am Wochenende ging die Badewelt Bretten nun auch wieder zum Kombi-Betrieb über. Frei- und Hallenbad sind nun also wieder parallel geöffnet.

Nachdem der verspätete Start in die Freibadsaison an Fronleichnam von den Brettenern noch recht verhalten aufgenommen wurde und gerade mal 50 Badegäste im Schwimmbad empfangen werden konnten, führte die Aufnahme des Kombi-Betriebs am Wochenende zu einem weitaus größeren Besucheraufkommen.

Bei den mauen Wetteraussichten lockt vor allem das Hallenbad.
Holger Poppeck Bäderleiter der Badewelt Bretten

„Die Besuchergrenze von 400 Badegästen für das Freibad und das Hallenbad zusammen hatten wir schnell erreicht. Bei den mauen Wetteraussichten lockt vor allem das Hallenbad mehr Badegäste an. Im Freien ist man bei relativ niedrigen Temperaturen und vereinzelten Niederschlägen natürlich weniger gern“, meinte Holger Poppeck, Bäderleiter der Badewelt Bretten, gegenüber den BNN.

Die Kapazitäten der Badewelt Bretten seien an beiden Wochenendtagen ausgelastet gewesen. Zeitweise sei es zu Sperrungen des Eingangs gekommen, da weitere potenzielle Badegäste das Hallenbad besuchen wollten.

Auf der Homepage des Brettener Schwimmbads machte derweil die Corona-Zutrittsampel – ein Balken auf dem die Belegung des Schwimmbads je nach Auslastung in den Farben Grün, Orange und Rot dargestellt wird – deutlich, dass mit längeren Wartezeiten und kurzzeitigen Einlasssperren zu rechnen ist.

Nicht jeder Badegast schien aber von dieser Funktion zu wissen, weswegen hin und wieder auch Personen abgewiesen werden musste.

Hoher Aufwand durch zusätzliche Reinigungen

„Grundsätzlich gilt, dass jeder, der geimpft ist, genesen ist oder einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorweisen kann, ins Bad kann.

Durch unsere begrenzten Kapazitäten, die wir zumindest nach aktuellem Stand wohl erst mal nicht erweitern können, ist aber natürlich nicht garantiert, dass gerade noch Einlässe möglich sind“, so der Bäderchef. Poppeck erklärt zudem, dass mit den aktuell geltenden Regelungen für den Bäderbetrieb das Brettener Schwimmbad lediglich ein Zehntel der gewöhnlichen Einnahmen erwirtschaften könne.

„Durch die verstärkten Hygienemaßnahmen und andere unübliche Faktoren benötigen wir aber in etwa die doppelte Menge Personal, um das Bad in Betrieb zu halten. Vor allem die häufigeren Reinigungen fallen ins Gewicht.“

Der organisatorische Aufwand sei massiv gestiegen. „Man kann nie genau abschätzen, wie sich die Auflagen von Seiten des Landes verändern. Stand jetzt kommen wöchentlich neue Regelungen und Vorschriften, die man beachten muss. Dabei kommen und gehen diese Veränderungen schneller als man dann wirklich reagieren kann. Da ist kaum ein geregelter Betrieb möglich. Ich würde mir da etwas weniger Chaos und mehr Klarheit seitens der Behörden wünschen“, so Poppeck.

Erleichterte Badegäste

Die Badegäste, die nach einigen Stunden Aufenthalt in der Badewelt Bretten wieder den Heimweg antraten, wussten von diesen Problemen im Hintergrund nur wenig, waren aber erleichtert, endlich wieder Schwimmbadluft schnuppern zu können.

„Es war toll, einfach mal wieder unbeschwert mit den Kleinen ins Schwimmbad gehen zu können“, sagten Kathrin und Richard Schrapp, die mit ihrem vier Jahre alten Sohn und ihrer siebenjährigen Tochter am Sonntag die Badewelt Bretten besuchten.

Zwar sei es etwas umständlich gewesen, dass sie ihre Tochter, die die testfreie Altersgrenze von sechs Jahren knapp überschreitet, extra hätten testen lassen müssen, doch der Mehraufwand habe sich gelohnt. „Wir hatten einen super spaßigen Nachmittag. Ich hoffe, dass die Schwimmbäder jetzt dauerhaft offenbleiben können und wir das mal wiederholen“, sagte Familienvater Richard Schrapp.

Auch der Brettener Murat Bekmez war froh wieder schwimmen gehen zu können. „Ich bin eigentlich nicht wirklich so der Typ, der jedes Jahr schwimmen geht, aber ich dachte mir, dass das jetzt einfach mal sein muss“, sagte Bekmez. Der Berufsschüler hatte sich zusammen mit einigen Freunden für den Gang ins Hallenbad entschieden.

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