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Frist für Baumaßnahme verlängert

Bauarbeiten für Brettener Gesundheitszentrum sollen im Sommer beginnen

Das geplante Gesundheitszentrum in der Brettener Sporgasse ist umstritten. Die Stadt will im Sommer mit dem Bau beginnen. Doch das letzte Wort hat der Gemeinderat.

Zankapfel Sporgasse: Das geplante Gesundheitszentrum mit Tiefgarage sorgt nach wie vor für Gesprächsstoff. Am 2. März entscheidet der Gemeinderat, wann und wie es weitergeht. Foto: Tom Rebel

Was die Vereinigung Brettener Unternehmer (VBU) mit einem eigenmächtig beim Regierungspräsidium (RP) eingereichten Eilantrag erreichen wollte, hatte die Stadt bereits im vergangenen November in die Wege geleitet.

Am Mittwoch bekam sie nun die Zusage, dass der Bewilligungszeitraum für das geplante Gesundheitszentrum mit Tiefgarage in der Sporgasse noch einmal verlängert wird – und zwar bis zum 30. April 2022. Für den vorgesehenen Baubeginn der Tiefgarage hat dies laut Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler) allerdings keine Bedeutung.

Die Arbeiten sollen wie geplant im Sommer beginnen. Die Verlängerung sei notwendig, um die Sanierungsziele im Bereich der Sporgasse umsetzen zu können, heißt es in der Bewilligung des Regierungspräsidiums.

Dritte Verlängerung aus Kulanz

Dies sei die nunmehr dritte Verlängerung, die es eigentlich bei solchen Sanierungsgebieten gar nicht gebe, informiert Wolff. Es handele sich um ein kulantes Entgegenkommen von RP und Wirtschaftsministerium.

Die Fristverlängerung bedeutet, dass das Vorhaben bis zu diesem Zeitpunkt, wenn möglich, abgeschlossen sein soll. Abschließende Arbeiten und Abrechnungen seien dann allerdings auch noch bis Jahresende möglich, bekundet Wolff.

Eine Verschiebung des Baubeginns – wie von etlichen Brettener Geschäftsleuten gefordert – zieht Wolff nicht in Betracht. „Wir können keine Zeitverzögerung mehr hinnehmen, entweder wir beginnen jetzt oder das Projekt findet nicht statt“, erklärt er unmissverständlich – jetzt oder nie also.

Denn die Vertragspartner, die im Gesundheitszentrum einziehen wollen, würden sich auf eine rechtzeitige Fertigstellung des Gebäudes verlassen. Wenn dies nicht eingehalten werden könne, sei auch schnell der Vertragspartner weg, so Wolff.

Parkplatzkonzept liegt vor

„Wir sind mit den Vertretern der Interessengemeinschaft Brettener Innenstadt im Gespräch, wie wir die Baustellenzeit mit Parkplätzen überbrücken können“, sagt Wolff. Denn es ginge ja im Wesentlichen um den Einzelhandel. Diese Woche habe es diesbezüglich ein Online-Gespräch mit den Einzelhändlern gegeben.

Ein Parkplatzkonzept für die Bauzeit liege bereits vor, das auf den neuesten Stand gebracht und mit Vertretern der Interessengemeinschaft Brettener Innenstadt (IGBI) besprochen werden soll. Bis zum Baubeginn sei dafür noch ausreichend Zeit.

Am 2. März tagt der Brettener Gemeinderat das nächste Mal. Dann steht auch die Sporgasse ganz oben auf der Tagesordnung. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung legt die Stadt die für das Gesundheitszentrum abgeschlossenen Verträge mit Ärzten, medizinischen Dienstleistern und gesundheitsnahem Einzelhandel auf den Tisch. Dann muss das Ratsgremium entscheiden, wie es weitergeht, und gegebenenfalls den Startschuss für den Bau der Tiefgarage geben.

„Die Mehrheitsverhältnisse sind fragil, so ein Projekt polarisiert“, räumt der OB ein, gleichwohl sei die Bebauung für die Stadt überaus wichtig. Ausgeschrieben waren sechs bis acht Arztpraxen, dazu Dienstleister und Einzelhandel.

„Wir haben bereit zehn Verträge, bei den Arztpraxen teils mit kurzzeitiger Ausstiegsklausel“, erklärt Wolff. Wenn alle zustimmten, wären jedoch alle Vorgaben erfüllt und von 14 Einheiten zehn unter Dach und Fach.

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