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Melanchthonstadt erhält den Zuschlag

Bretten richtet die Gartenschau im Jahr 2031 aus

Frohe Botschaft für die Melanchthonstadt: Wenige Tage vor Weihnachten hat Bretten den Zuschlag für die Ausrichtung der Gartenschau im Jahr 2031 bekommen. Für die sechs zu vergebenden Schauen im Zeitraum zwischen 2031 und 2036 hatten sich 17 Städte und Gemeinden beworben.

Infos direkt vor Ort: Landrat Christoph Schnaudigel (rechts) ließ sich im Sommer von Brettens OB Martin Wolff (Zweiter von rechts), von Stadtbaudirektor Karl Velte (links) und Bürgermeister Michael Nöltner (Zweiter von links) auf den aktuellen Stand hinsichtlich der Brettener Gartenschau-Bewerbung bringen. Foto: Tom Rebel

Wenige Tage vor dem Fest hat eine frohe Botschaft das Brettener Rathaus erreicht: Die Melanchthonstadt richtet die Gartenschau im Jahr 2031 aus. „Ich bin natürlich sehr glücklich, dass wir den Zuschlag bekommen haben. Das ist nun unser Zukunftsplan für die Innenstadtentwicklung in Bretten. Wir haben hier jetzt also ein klar definiertes Ziel“, kommentiert Oberbürgermeister Martin Wolff die Nachricht aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Damit ist aus Brettener Sicht fast auf den Tag genau ein einjähriger Bewerbungsprozess zu einem guten Ende gebracht worden. Bis zum 19. Dezember 2019 hatte die Große Kreisstadt schließlich wie alle anderen Mitbewerber eine Machbarkeitsstudie beim Landwirtschaftsministerium abgeben müssen.

17 Städte und Gemeinde hatten sich beworben

Gemeinsam mit Bretten hatten sich insgesamt 17 Städte und Gemeinden um die Ausrichtung einer Landesgartenschau oder einer Gartenschau in den Jahren 2031 bis 2036 beworben. Mitbewerber für die Ausrichtung einer Gartenschau waren unter anderem Schwaigern, Altensteig und Bad Bellingen.

Dass die Melanchthonstadt nun einen der begehrten Zuschläge erhalten hat darf als eindeutiges Indiz dafür gewertet werden, dass man mit dem vorgelegten Konzept augenscheinlich einen Volltreffer gelandet hat. „Diese Entscheidung zeigt, dass unser Konzept Hand und Fuß hat“, meint denn auch OB Wolff, der betont: „Ich bin der ganzen Mannschaft, die an der Erstellung und Ausarbeitung dieses Konzepts mitgewirkt hat, sehr dankbar.“

Über das ganze Jahr hindurch hat man in Bretten für die Gartenschau geworben und die Bevölkerung über die Pläne hierfür informiert. Im Sommer schaute auch Landrat Christoph Schnaudigel vorbei und ließ sich von OB Wolff, Bürgermeister Michael Nöltner sowie Stadtbaudirektor Karl Velte auf den aktuellen Stand bringen.

Fachkommission war vor Ort - wegen Corona ohne die Öffentlichkeit

Im Sommer hatte sich eine Fachkommission vor Ort in den 17 Bewerberstädten und -gemeinden ein Bild von den Gegebenheiten gemacht. Wegen der Corona-Pandemie fanden diese Termine überall unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Peter Hauk (CDU), Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, stellte mit Blick auf das große Bewerberfeld damals zufrieden fest: „Das Interesse an der Ausrichtung einer Landesgartenschau oder Gartenschau ist in Baden-Württemberg ungebrochen hoch.“

Hocherfreut über die Nachricht aus der Landeshauptstadt Stuttgart war natürlich auch Andrea Schwarz. „Mein Einsatz, die Gartenschau nach Bretten zu holen, hat sich gelohnt! Die Gartenschau kann für die Stadt Bretten eine Blaupause für die Stadtentwicklung werden. Wir müssen wegkommen von Beton hin zu mehr Grün - auch in der Innenstadt“, meint die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Wahlkreis Bretten.

„Jetzt müssen wir alle gemeinsam schnell ans Werk gehen. Wir haben nur zehn Jahre für die Umsetzung Zeit“, erklärt Schwarz und ergänzt: „Gemeinsam mit der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern möchte ich ein grüneres Bretten erreichen.“ Wie die Grünen-Politikerin weiter ausführt, rechne sie für das Projekt „Gartenschau 2031 in Bretten“ mit Kosten von bis zu 30 Millionen Euro. „Das ist natürlich viel Geld. Aber als Land werden wir hier massiv unterstützen“, versichert Schwarz.

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