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Bundestagswahl 2021

Brettener AfD-Kandidat René Rotzinger: Aus dem Hintergrund in die erste Reihe

Der Brettener René Rotzinger ist der AfD-Kandidat für den Wahlkreis Karlsruhe-Land bei der Bundestagswahl am 26. September. Der selbstständige Grafik- und Webdesigner macht sich unter anderem für den Hybridmotor stark.

Der Brettener René Rotzinger ist der AfD-Kandidat aus dem Wahlkreis Karlsruhe-Land für die Bundestagswahl am 26. September. Foto: Tom Rebel

Seit vier Jahren ist René Rotzinger Mitglied der Alternative für Deutschland. Die meiste Zeit stand der selbstständige Grafik- und Webdesigner in der zweiten Reihe und war, wie er selbst sagt, „eher im Hintergrund“ tätig. Doch nun muss der 48 Jahre alte Brettener ganz vorne mitmischen, auch wenn er das eigentlich gar nicht so sehr mag. „Es sind nur noch eineinhalb Wochen bis zur Bundestagswahl, jetzt läuft der Wahlkampf auf Hochtouren“, berichtet Rotzinger – und zwar mit ihm an der Spitze.

Der Brettener tritt für die AfD im Wahlkreis Karlsruhe-Land an und hofft auf den Einzug in das neue Bundesparlament, das am 26. September gewählt wird. Rotzingers Wunsch ist es, dass möglichst alle AfD-Bewerber aus Baden-Württemberg einen Sitz im neuen Bundestag ergattern: „Es wäre schön, wenn es alle zwölf Kandidaten, die auf unserer Landesliste stehen, nach Berlin schaffen.“

Dass es für ihn nicht einfach wird, weiß der hiesige AfD-Direktkandidat. Immerhin werde es im Wahlkreis 272 diesmal „kein Selbstläufer für die CDU“.

Erst „CDU-Stammwähler“, jetzt AfD-Kandidat

Apropos CDU: Er selbst sei früher „CDU-Stammwähler“ gewesen und habe 2005 auch Angela Merkel gewählt, erzählt Rotzinger. Allerdings habe sich die Richtung der Union mittlerweile verändert, „das gefällt mir nicht mehr“.

Das sind die aktuellen Umfragewerte der Parteien:



Dabei führt Rotzinger besonders die Migrationspolitik der Kanzlerin und der Union aus dem Jahr 2015 an: „Integration ist ein schwieriges Thema, aber das wird meiner Meinung nach total übertrieben.“ Gleiches gelte für das Gendern. Er frage sich schon, ob es diese Debatte brauche, betont der AfD-Bewerber: „Haben wir keine wichtigeren Probleme?“

Tägliche Präsenz an den Info-Ständen

Seine Feuertaufe als Direktkandidat hat Rotzinger übrigens hinter sich: Vor einigen Tagen brachte der 48-Jährige eine Podiumsdiskussion, an der unter anderem auch Ruth Rickersfeld, die AfD-Kandidatin für den benachbarten Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, teilnahm, erfolgreich hinter sich. Daneben war und ist Rotzinger derzeit täglich an den Info-Ständen seiner Partei im Wahlkreis präsent und sucht das persönliche Gespräch mit den Bürgern.

„Die Resonanz ist da, die Leute kommen zu uns und sagen, was sie bewegt“, berichtet Rotzinger. Natürlich sei Corona das Hauptthema. „Immer wieder geht es um die Einschränkung der Freiheit des Einzelnen – da muss dringend etwas passieren“, fordert der AfD-Mann, der sich selbst auf seiner Homepage als patriotisch, bürgerlich, konservativ und freiheitlich beschreibt.

Neben der Wählergunst wirbt der Brettener unter anderem für den Hybridmotor. Rotzinger favorisiert die Kombination aus Strom und synthetischem Kraftstoff auf Wasserstoffbasis und stellt klar: „Ich halte es für falsch, wenn man sich nur auf E-Autos versteift.“

Rotzinger spricht sich gegen weiteren Lockdown aus

Daneben hat Rotzinger auch den „durch Corona genug gestraften Einzelhandel“ im Blick. Ein erneuter Lockdown müsse verhindert werden, fordert der AfD-Mann und spricht sich weiterhin für kostenlose Corona-Tests für alle aus. Natürlich müsse auch das Thema Klimawandel angegangen werden, doch sei dies ein globales Problem und müsse deshalb auch global gelöst werden. „Übertrieben“ findet Rotzinger viele Maßnahmen, die sich die anderen Parteien dabei auf die Fahne geschrieben haben: „Beim Klimaschutz überbieten sich die anderen Parteien ja geradezu. Dabei ist vieles gar nicht greifbar.“

Deshalb wirft Rotzinger den politischen Mitbewerbern vor, mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten einen „modernen Ablasshandel“ zu betreiben. Die AfD wolle sich derweil dafür einsetzen, dass man nur Maßnahmen ergreife, „die Sinn machen und effektiv sind“. Man müsse stets die Kosten und den Nutzen im Blick haben.

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