Skip to main content

Umfrage in der Fußgängerzone

Brettener begrüßen die neuen Corona-Regeln

An Weihnachten sollen sich wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen, wobei die Anzahl der Haushalte, aus denen diese Personen kommen, keine Rolle spielt. Diese Entscheidung der Bundesregierung und der Länderchefs finden die Passanten in der Brettener City gut. Dennoch sind sich alle Befragten einig, dass auch bei privaten Treffen die Abstände einzuhalten sind.

Mit Maske in der City unterwegs: So wie diese vier jungen Frauen halten sich in der Brettener Fußgängerzone nahezu alle Passanten an die seit Wochenbeginn geltenden Regeln zum Masketragen. Foto: Tom Rebel

In ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidentinnen sowie Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer darauf geeinigt, dass die bislang geltenden recht strengen Kontaktbeschränkungen zumindest über die Weihnachtstage etwas gelockert werden.

Demnach können sich im Zeitraum vom 23. Dezember bis zum 1. Januar wieder bis zu zehn Personen treffen, wobei die Anzahl der Haushalte, aus denen diese Personen kommen, keine Rolle spielt. So soll es den Menschen zumindest ansatzweise möglich sein, in einem für sie gewohnten Rahmen Weihnachten zu feiern.

Abstände sollen trotzdem eingehalten werden

Diese Entscheidung begrüßen auch die befragten Passantinnen und Passanten in der Brettener Fußgängerzone. Dennoch – so lautet der Tenor – solle man sich auch an den Festtagen überlegen, ob man in diesem besonderen Jahr nicht doch auf den ein oder anderen Kontakt verzichten kann.

Es gehe hierbei auch um die Eigenverantwortung jedes Einzelnen – auch darin waren sich die Befragten einig. Schließlich gehe es weiterhin vor allem darum, sich selbst und seine Mitmenschen bestmöglich zu schützen. Deshalb sei es unerlässlich, dass auch im privaten Bereich an den Festtagen die Abstände eingehalten werden.

Selbst aufgelegte Quarantäne nach den Festtagen ist möglich

„Prinzipiell finde ich es gut, dass die Regierung diese Lockerungen für Weihnachten macht. Allerdings heißt das nicht zwangsläufig, dass man sich in dieser Zeit dann unbedingt mit Leuten treffen muss“, meint Horst van Megen aus Königsbach-Stein.

Horst van Megen aus Stein. Foto: Christof Bindschädel

Noch einen Schritt weiter würde daneben Irene Manz gehen. „Diese Lockerungen sind absolut in Ordnung, aber ich würde sogar ganz lockern. An Weihnachten und an den Tagen danach sind doch ohnehin die meisten Leute daheim, da könnte man nach Weihnachten ganz einfach auch zu Hause eine Woche in Quarantäne gehen“, meint die Brettenerin.

Irene Manz aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Diese Lockerungen der Kontaktbeschränkungen seien jedenfalls „kein Zwang“ zu oder ein Aufruf für vermehrte Treffen, so Manz. „Das heißt jetzt nicht, dass ich mich unbedingt mit jemand treffen muss“, erklärt die Brettenerin und fügt an: „Die Menschen, die ängstlich sind, die sollten auch weiterhin zu Hause bleiben.“

Karin Gillardon sieht das ganz genauso. „Es ist schon okay, dass die Beschränkungen für Weihnachten gelockert werden, denn Weihnachten ist nun mal ein Familienfest. Insofern ist das absolut richtig. Dennoch sollte man, wenn es geht, zu Hause bleiben“, meint die frühere FDP-Stadträtin.

Karin Gillardon aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Sie persönlich hofft, dass sie an Weihnachten ihre Enkelkinder sehen kann. Wie genau die Feiertage in diesem Jahr bei ihr und ihrer Familien ablaufen werden, sei aber noch nicht besprochen, betont die Brettenerin. Ganz pragmatisch sieht derweil Ronny Markau aus Billigheim-Ingenheim das ganze Thema.

Ronny Markau aus Billigheim-Ingenheim. Foto: Christof Bindschädel

„Ich bin allein und habe an Weihnachten noch nichts geplant. Das liegt natürlich auch daran, dass man bislang ja gar nicht gewusst hat, was überhaupt erlaubt beziehungsweise möglich sein wird“, meint Markau. Generell sei es in Ordnung, dass sich Familien an den Festtagen mit bis zu zehn Personen treffen dürfen. „Das bedeutet aber nicht, dass sich auch immer zehn Personen treffen müssen, nur weil das jetzt möglich ist“, meint Markau.

nach oben Zurück zum Seitenanfang