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Brettener Fußgängerzone: Masken werden getragen und nicht als lästig empfunden

In der Brettener Fußgängerzone werden die verschärften Corona-Regelungen weitgehend eingehalten. Die meisten Menschen betrachten die Maske nicht als Einschränkung, sondern als probates Schutzmittel für sich und andere.

Mit Maske in der City unterwegs: So wie diese vier jungen Frauen halten sich in der Brettener Fußgängerzone nahezu alle Passanten an die seit Wochenbeginn geltenden Regeln zum Masketragen. Foto: Tom Rebel

Seit Montag gilt in Baden-Württemberg die dritte Pandemiestufe. In diesem Zusammenhang wurde – wie es offiziell heißt – die Corona-Verordnung des Landes „an das neue stark steigende Infektionsgeschehen angepasst“. Demnach gilt die Maskenpflicht nun „in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen wie Fußgängerzonen und Marktplätzen“, sofern dort der Abstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Auch in öffentlichen Einrichtungen, die für den Publikumsverkehr zugänglich sind, gilt seit dem 19. Oktober eine Maskenpflicht.

Neue Verordnung sorgt für Verunsicherung

Das hat für große Verunsicherung gesorgt, zumal die neue Corona-Verordnung an manchen Stellen „schon etwas schwammig formuliert“ ist, wie Simon Bolg, der Leiter des Brettener Ordnungsamts, gegenüber dieser Zeitung einräumt. Bolg und Oberbürgermeister Martin Wolff haben zwischenzeitlich an die Bürgerinnen und Bürger der Melanchthonstadt appelliert, dass sie permanent eine Maske tragen sollen, wenn sie sich beispielsweise in der Fußgängerzone oder auf anderen öffentlichen Plätzen aufhalten, auch wenn der Abstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann.

Es könne dort schließlich immer mal wieder vorkommen, dass man „teilweise eng aneinander vorbeiläuft und so unbeabsichtigt der Mindestabstand unterschritten werden kann“, betont OB Wolff.

In der Brettener Fußgängerzone sind seit Wochenbeginn die meisten Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs, auch wenn dort deutlich weniger los ist, wie in den Wochen zuvor. Zudem wird gerade an Wochenmarkttagen besonders darauf geachtet, dass der Abstand zum Nebenmann beziehungsweise zur Nebenfrau eingehalten wird.

Claudia Pferrer aus Bretten-Diedelsheim. Foto: Christof Bindschädel

Zwar sieht etwa Claudia Pferrer aus Diedelsheim die verschärfte Maskenpflicht durchaus als „großen Eingriff ins täglich Leben“ an, das ändere aber nichts daran, dass möglichst jeder eine Maske tragen soll. „Wir wollen schließlich alle, dass die Zahlen möglichst schnell wieder runtergehen“, betont Pferrer.

Kleiner Beitrag, große Wirkung

Lästig sei das Masketragen definitiv nicht, erklärt Monika Vollers aus Büchig: „Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Masken, es ist überhaupt kein Problem, eine Maske zu tragen. Ich habe damit kein Problem und hoffe, dass sich auch alle an die neuen Regeln halten.“

Monika Vollers aus Bretten-Büchig. Foto: Christof Bindschädel

Das Tragen einer Maske sei, so Vollers, ein kleiner Beitrag, den jeder leisten kann, der aber eine große Wirkung habe. „Ich fühle mich dadurch überhaupt nicht eingeschränkt“, betont Vollers.

Tom Rebel hat festgestellt, dass die Menschen wieder stark verunsichert sind, was er aber verstehen kann. Die von der Landesregierung getroffenen Maßnahmen seien „absolut richtig“ und das Masketragen sei „einfach notwendig“, meint der Brettener, der Zweck heilige hier schlichtweg die Mittel.

Tom Rebel aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

„Die Pandemie ist da, damit müssen wir leben“, sagt Rebel: „Das ist nicht einfach und Masketragen fällt allen schwer. Aber irgendwie müssen wir damit klarkommen.“

Maßnahmen kamen keineswegs überraschend

Für Ingo Jäger kamen die neuen Maßnahmen schon allein wegen der zuletzt stark steigenden Corona-Zahlen „nicht mehr überraschend“. Es sei in Ordnung, dass man nun überall dort, wo man den Abstand nicht einhalten kann, eine Maske tragen muss, betont der Brettener, der wie Rebel im Gemeinderat der Großen Kreisstadt sitzt.

Ingo Jäger aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Durch die neue Corona-Verordnung und die verschärften Regeln fürs Masketragen würden die Leute wieder seltener aus dem Haus gehen, so Jäger: „Aber die Leute, die in der Fußgängerzone unterwegs sind, tragen meistens ihre Masken – und das ist gut so.“

Es tue ja auch keinem weh, eine Maske zu tragen, sagt derweil Sabine Weishäupl aus Bretten.

Sabine Weishäupl aus Bretten. Foto: Christof Bindschädel

Für sie gehört eine Maske im Alltag fast schon genauso dazu wie ein Ohrring. „Man macht das jetzt halt. Mich schränkt das jedenfalls nicht ein“, versichert Weishäupl und fügt an: „Wenn ich damit meinen Beitrag leisten kann, dann finde ich das absolut zumutbar.“

Regelungen werden wohl mehrere Wochen bestehen bleiben

Das Tragen einer Maske sei zwar keinem recht, merkt daneben Gisela Haupt aus Büchig an und fragt rhetorisch: „Haben wir denn eine andere Wahl?“ Für sie sei das jedenfalls keine Einschränkung. In der Beziehung seien die Leute, die von Berufs wegen den ganzen Tag über eine Maske tragen müssen, viel schlechter dran, betont Haupt.

Gisela Haupt aus Bretten-Diedelsheim. Foto: Christof Bindschädel

Diese Regelungen werden wohl noch eine ganze Weile dauern, meint sie und stellt klar: „Wenn wir es dadurch aber schaffen, dass die Läden und die Gastronomie offen bleiben, dann können wir am Ende alle froh sein.“

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