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Offizielles Ende am 18. Juli

Brettener Stadtradler haben ihr Ergebnis verdoppelt

Radkilometer können bis 1. August nachgemeldet werden

Mächtig reingetreten: Die Stadtradler vom Team Firma Wolf aus Knittlingen waren den Erstplatzierten stets dicht auf den Fersen, wurden letztlich aber Zweite. Foto: Firma Richard Wolf Knittlingen

„Sie waren uns immer dicht auf den Fersen. Darum haben wir von Donnerstag bis Samstag nochmal Touren angehängt“, sagt Klaus Krätschmer. Der Pressesprecher des Radsport Clubs Bretten (rsc) meint die Radler der Knittlinger Firma Wolf, die ihnen während der drei Wochen Dauer des Stadtradelns im Genick saßen.

„Wir mussten unseren Titel verteidigen“, erklärt Krätschmer den Ehrgeiz, der da aufgekommen war. Das Stadtradeln Bretten endete mit dem noch vorläufigen Endergebnis von knapp 129.000 Kilometern nach 21 Tagen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Für die rsc-Mitglieder ging es darum noch auf dem Kocher- und Jagst-Radweg entlang durchs Hohenlohische. Vereinskollege Gernot Hörner, Vorsitzender des erneut Erstplatzierten rsc, sagt: „Wir haben erst am Wochenende den Vorsprung von rund 2.000 Kilometer rausgefahren.“

Siegerehrung unter Coronavorbehalt

Das Stadtradeln ist am 18. Juli offiziell zu Ende gegangen. Noch dürfen laut Stadtverwaltung Radkilometer bis 1. August nachgemeldet werden. Das sei für jene wichtig ist, die dies noch auf Papier tun. Danach erfolge die Auswertung und so werde es wohl Herbst bis es eine Preisverleihung gebe, die zudem unter Coronavorbehalt steht.

Sascha Schulz (vorn), radelt täglich zur Arbeit von Sprantal nach Bruchsal. Foto: Firma Richard Wolf Knittlingen

An der Spitze hat sich der rsc mit gut 14.000 Kilometern von den Wolf-Radlern mit gut 12.000 gefahrenen Radkilometern abgesetzt. „Es war eine wunderschöne Tour“, sagt Hörner. Die Bedingungen hätten gepasst, außer Regenwetter am ersten Tag. Passiert sei auch nichts. „Nicht einmal einen Platten hatten wir“, so Krätschmer, Pressereferent des rsc.

Sascha Schulz, ebenfalls für den rsc Bretten am Start, ist ein Beispiel dafür, wann die Kilometer zwecks CO2-Einsparung am meisten Sinn machen. Der 48-Jährige bringt seine tägliche Strecke zur Arbeit von Sprantal nach Bruchsal im Sattel zu. „Sitzt man jeden Tag morgens um sechs Uhr auf dem Rad, kann man den Sonnenstand oder die Wuchshöhe des Mais auf dem Feld verfolgen“, sagt er. Das Erlebnis von Natur und ihrem Rhythmus sei wunderbar intensiv.

583 Radelnde erfüllen auch Stadtvertreter mit Stolz

Die Zweitplatzierten des Medizinprodukte-Herstellers Richard Wolf aus Knittlingen müssen ihren Versuch, das Siegerpodest zu erreichen, aufs nächste Jahr verschieben.

Bis vergangenen Freitag – kurz vor offiziellem Ende - hatten sich nach Angaben der Stadt noch Radelnde angemeldet. Und so seien in den letzten 24 Stunden noch rund 15.000 Kilometer hinzugekommen. Damit konnten die Brettener und Bretterinnen ihr Vorjahresergebnis mit insgesamt 583 Radelnden und vorläufig 128.964 Kilometern mehr als verdoppeln, lobt die Stadt.

Mit so hervorragendem habe man nicht gerechnet, sagt Susanne Maske, Leiterin der Pressestelle. Sie war mit ihrem Team fürs Stadtradeln zuständig, das mit gut 4.000 Kilometern einen eigenen Beitrag leistete.

Die Radler vom Radsport Club Bretten. Foto: Firma Richard Wolf Knittlingen

Das endgültige Ergebnis stehe dann fest, wenn auch die letzten Kilometer erfasst seien, so Nina Kraus. Sie ist bei der Stadt vor allem für die Bewerbung der Aktion im Amtsblatt und auf Social Media zuständig. Die von Hand zu erfassenden Kilometer machen indessen rund fünf Prozent aller Kilometer aus, schätzt die Stadtverwaltung. Das Ergebnis wird also kaum berührt werden.

Oberbürgermeister Martin Wolff beglückwünschte das Team zu seinem Erfolg und er sei stolz auf die Begeisterung und das Pensum der Einwohner Brettens. Auch Verkehrsminister Winfried Hermann gratulierte zur hervorragenden Leistung, als er Bretten am Freitag besuchte. Er freue sich über die erneute Teilnahme Brettens, das so ein „deutliches Zeichen für eine klimafreundliche Mobilität setzt“. Er fügte an: „Nicht viele Kommunen schaffen es, ihr Vorjahresergebnis quasi zu verdoppeln.“

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