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Haustiere und Sommerhitze

Brettener Tierärztin gibt Tipps gegen Hitzeschaden bei Haustieren

Heiße Temperaturen sind nicht nur für den Menschen bedrohlich, sondern auch für Vierbeiner. Natalie Zitsch ist Tierärztin in Bretten und hat deshalb Tipps.

Hund und Katze
Hitze setzt auch Haustieren zu. Die Brettener Tierärztin hat deshalb Tipps, wie sie davor geschützt werden können. Foto: Silke Heyer/dpa

Hohe Temperaturen und stechende Sonnenstrahlen machen nicht nur zu schaffen, sondern auch den meist vierbeinigen Freunden des Menschen, den Haustieren.

Hitzeschlag und Kreislaufprobleme – das sind Probleme, mit denen sich bei hochsommerlichem Wetter auch Tiere konfrontiert sehen. Natalie Zitsch (Foto: privat), Tierärztin aus Bretten, hat Ratschläge für Haustierhalter.

Welche Auswirkungen hat extreme Hitze auf die Haustiere?
Zitsch

Das ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Hunde hecheln vermehrt, werden dann unruhig, rastlos und nervös. Die Zunge und die Schleimhäute färben sich dunkelrot. Am Ende steht der Hitzschlag. Doch es gibt Tiere, die hier deutlich schneller unter hohen Temperaturen leiden. Gerade Kleintiere sind massiv gefährdet. Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster werden häufig in relativ kleinen Gehegen gehalten. Diese können sich dann gerade in der Sonne schnell erhitzen. Hier sind regelmäßige Belüftung und ein Standort im Schatten wichtig.

Wie behandeln Sie Tiere mit Hitzeschäden in Ihrer Praxis?
Zitsch

Das Vorgehen ist hier immer fallabhängig. Vor kurzem hatten wir eine Bulldogge mit einer Körpertemperatur von 41 Grad Celsius. Hier versucht man den Hund so gut es geht herunter zu kühlen. Hier sind gerade Tiere gefährdet, die im Auto zurückgelassen werden. Aber es kann natürlich auch mal sein, dass sich ein Tier auf dem heißen Asphalt seine Pfoten verbrennt. Dann wird diese Verletzung entsprechend behandelt. Um diese unschönen Brandwunden zu vermeiden, sollte man seine Hand auf den Asphalt legen und prüfen, ob dieser zu heiß ist.

Gibt es weitere Möglichkeiten, um sein Haustier vor der Hitze zu schützen?
Zitsch

Aber natürlich. Erstmal ist natürlich die Versorgung mit genügend Wasser wichtig. Außerdem sollten Haustierhalter darauf achten, dass sie ihre Schützlinge nicht in der Mittagssonne stehen lassen. Und mit Hunden sollte man zu diesen Zeiten auch besser nicht Gassi gehen. Mit Kühlwesten und Kühlmatten lässt sich ebenfalls etwas Abkühlung für sein Tier erzeugen. Gerade Meerschweinchen und Kaninchen freuen sich übrigens über einen Eiswürfel zum Knabbern. Eine kleine Erfrischungsmöglichkeit in Form einer Wasserstelle oder eines Planschbeckens ist auch immer ein toller Begleiter bei diesem Wetter.

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